Europas Börsen mit leichten Verlusten vor EZB-Zinsentscheid

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Entscheidend wird laut Experten der Ausblick der EZB sein
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An den europäischen Aktienmärkten haben sich die Anleger am Donnerstag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag in Zurückhaltung geübt. Getrübt wurde die Stimmung weiter von den hohen Ölpreisen, die Inflationssorgen schürten.

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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 gab zu Mittag leicht um 0,2 Prozent nach auf 6.301 Punkte. In Frankfurt sank der DAX ebenfalls um 0,2 Prozent auf 25.528 Einheiten. Außerhalb des Euroraums notierte der britische FTSE-100 um 0,4 Prozent niedriger bei 10.629 Zählern. In der Schweiz ging es für den Leitindex SMI um 0,2 Prozent nach unten auf 13.771 Punkte.

Von der EZB wird von Experten ganz überwiegend die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr erwartet. Damit würde sich der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent erhöhen. Neben der soliden Konjunktur spreche vor allem die deutlich oberhalb des EZB-Ziels liegende Inflation für eine restriktivere Geldpolitik, hieß es hierzu von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Es werde befürchtet, dass der Nahost-Konflikt und die weiterhin hohen Energiepreise zu neuen Preisschüben führen und sich die Inflation auf einem erhöhten Niveau verfestigen könnte.

"Entscheidend wird der Ausblick der EZB sein", so Thomas Altmann von QC Partners. Die Märkte gingen aktuell von weiter steigenden Leitzinsen und zwei weiteren Zinsschritten im kommenden Jahr aus.

Unter den Einzelwerten knickte die Aktie von AB Foods an der Börse in London um rund 11 Prozent ein. Der Mischkonzern schraubt seine Erwartungen an das Zucker- und Lebensmittelgeschäft nach unten. Zudem leidet die konzerneigene Billigmode-Kette Primark weiter unter der verhaltenen Konsumlaune, besonders in Europa.

An der Spitze bei den europäischen Sektoren lagen die Automobilwerte mit einem Plus von rund 1,0 Prozent. Öl-Aktien profitierten noch leicht von den gestiegenen Ölpreisen. Für den Sektor ging es um 0,4 Prozent nach oben. Schwächste Branche war der Technologiesektor mit einem Minus von 0,8 Prozent.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA

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