Europas Leitbörsen vor EZB-Entscheid wenig verändert

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Euro-Stoxx-50 plus 0,03 Prozent - Am Nachmittag Zinserhöhung erwartet
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Die wichtigsten Europabörsen haben sich am Donnerstagvormittag wenig verändert gezeigt. Unterstützend werteten Marktteilnehmer, dass die hohen Rohölpreise aktuell nicht weiter gestiegen seien. Über den Tagesausgang dürften voraussichtlich aber die Zinsentscheidung und die begleitenden Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) am frühen Nachmittag entscheiden.

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Für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 ging es gegen 10.20 Uhr um knappe 0,03 Prozent nach oben auf 6.313 Punkte. In Frankfurt gab der deutsche Leitindex DAX leicht um 0,13 Prozent auf 25.544 Zähler ab. Außerhalb des Euroraums fiel der FTSE-100 in London um 0,18 Prozent auf 10.651 Einheiten.

Dass die EZB den Leitzins anhebt, gilt nach Ansicht der Experten der Landesbank Helaba als nahezu sicher. Sie gehen von einer Anhebung um 0,25 Prozentpunkte aus, womit sich der Einlagensatz auf 2,50 Prozent erhöhen würde. Neben der soliden Konjunktur spreche vor allem die deutlich oberhalb des EZB-Ziels liegende Inflation für eine restriktivere Geldpolitik.

Die Experten der Commerzbank blicken schon weiter in die Zukunft. Bei der EZB-Sitzung werde es darauf ankommen, ob der Rat zudem weitere Zinserhöhungen signalisiere oder nicht, schrieben die Experten in einem Kommentar.

Auf Unternehmensebene lagen nur wenige News vor. In einer Branchenbetrachtung legten die Aktien aus dem Automobilbereich durchschnittlich am stärksten zu, gefolgt von Einzelhandelswerten. Die Anteilsscheine von Ferrari beschleunigten etwa um 2,2 Prozent. Bei der Porsche AG gab es ein Plus von 1,1 Prozent zu sehen. Mercedes und BMW legten jeweils mehr als 0,9 Prozent zu.

Im Einzelhandelsbereich gewannen die Aktien der Zara-Mutter Inditex um 0,7 Prozent an Wert. Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung nach den jüngsten Zahlen des Modehändlers auf "Buy" belassen.

Am deutlichsten gemieden wurden hingegen die Aktien von Technologieunternehmen. Hier ermäßigte sich die SAP-Aktie um 2,6 Prozent. AMSL fielen um 1,4 Prozent.

Die Aktien von Auto1 erholten sich um 3,5 Prozent. Die Experten von JPMorgan drückten den Papieren des Gebrauchtwagenhändlers mit Blick auf die nächste Quartalsbilanz den Stempel "Positive Catalyst Watch" auf. Sie rechnen mit soliden Ergebnissen für das dritte Quartal und liegen bei den Absatzvolumina und dem Bruttogewinn pro verkauftem Fahrzeug (GPU) etwas über dem Marktkonsens.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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