Europas Börsen höher, Hoffnung auf Annäherung im Nahen Osten

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Euro-Stoxx-50 legt 1,0 Prozent zu
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
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Europas wichtigste Börsen haben am Dienstagvormittag zugelegt. Angetrieben wurden die Märkte von der Hoffnung auf eine Annäherung im Nahen Osten. Der Euro-Stoxx-50 hielt gegen 12.30 Uhr mit einem Plus von 0,96 Prozent bei 5.961,52 Punkten. Der deutsche DAX stieg um 0,97 Prozent auf 23.972,36 Zähler. Der britische FTSE befestigte sich um dünne 0,07 Prozent auf 10.590,79 Punkte.

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Da die USA und der Iran eine weitere Gesprächsrunde erwägten, bestehe "die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Friedensabkommen würde zudem die Straße von Hormuz öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg.

Die Gewinne zogen sich an den Börsen quer durch alle Branchen. Besonders stark gesucht waren Technologiewerte wie ASML (plus 2,9 Prozent) sowie Automobilaktien wie etwa Stellantis (plus 2,9 Prozent).

Unter den wenigen starken Verlierern fanden sich nach der Meldung von Umsatzzahlen die Aktien des Luxusgüterherstellers LVMH mit einem Minus von 1,8 Prozent. Selbst wenn man die Belastungen durch die Krise im Nahen Osten in Rechnung stelle, sei das erste Quartal doch enttäuschend verlaufen, schrieb Adam Cochrane von der Deutschen Bank. Aktien von Imperial Brands fielen um 7,2 Prozent, nachdem der Zigarettenhersteller vor einem schwachen zweiten Geschäftshalbjahr angesichts des Iran-Konflikts gewarnt hatte.

Nordex-Aktien verloren nach Vorlage von Auftragszahlen 1,6 Prozent. Der deutsche Windanlagenbauer Nordex hat im ersten Quartal weniger Aufträge eingeworben als im Vorjahr. So sank das Neugeschäft ohne Service auf knapp 1,9 Gigawatt, nach knapp 2,2 Gigawatt im Vorjahr.

Stark gesucht waren in Frankfurt die Aktien von Heidelberg Druck und schossen um knapp 19 Prozent nach oben. Dass sich Brandenburgs Ministerpräsident am Standort Brandenburg an der Havel über den Einstieg ins Drohnenabwehrgeschäft informieren will, belebte die Rüstungsfantasie erneut.

Bereits Mitte März hatten die Aktien von der Ankündigung profitiert, neben dem Kerngeschäft mit Druckmaschinen und angebotenen Auto-Ladeboxen ein weiteres Standbein im Bereich der Drohnenabwehr aufzubauen. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems.

Datenseitig könnten die am Nachmittag anstehenden Zahlen zu den US-Erzeugerpreisen Impulse für die Börsen liefern. Die kriegsbedingt erhöhten Energiepreise dürften hier einen deutlichen Schub verursacht haben, schreiben die Analysten der Helaba. Die Jahresrate könnte damit auf das höchste Niveau seit Anfang 2023 steigen. Aufmerksam verfolgen dürften Marktteilnehmer auch die am Abend angesetzten Reden mehrerer Vertreter der EZB und der US-Notenbank.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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