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Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran am Wochenende auf eine Absichtserklärung geeinigt, die eine Verlängerung der Waffenruhe und eine vollständige Wiedereröffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormuz vorsieht. Die Einigung soll den Grundstein für weitere Verhandlungen legen, die etwa Teherans Atomprogramm zum Thema haben. Die formelle Unterzeichnung der Vereinbarung soll am Freitag stattfinden.
"Es gibt zwar weiter noch Unsicherheiten, ob am Freitag tatsächlich ein Abkommen unterzeichnet wird", so Analyst Maximilian Uleer von Deutsche Bank Research. Die Wahrscheinlichkeit einer Wiedereröffnung der Straße von Hormuz sei seit Kriegsbeginn aber noch nicht so hoch gewesen.
Die Ölpreise gaben als Reaktion auf die verbesserten Aussichten auf eine Einigung im Iran-Krieg deutlich nach. Die Aktien von Ölwerten wurden daher von den Anlegern verkauft. Damit sackten Totalenergies, Eni, BP und Shell zwischen 4,3 und 4,7 Prozent ab. Der Branchenindex gab 2,3 Prozent nach.
An der Spitze der europäischen Sektoren lagen indessen Autoaktien mit einem Plus von 2,7 Prozent. Zwischenzeitlich lag der Gewinn des Sektors über fünf Prozent. Für die Titel von Stellantis ging es um 3,2 Prozent nach oben, Renault stiegen um 3,7 Prozent.
Im Frankfurter Aktienhandel standen die Gewinne bei Einzelwerten am Montag auf einer breiten Basis. Relativ deutlich reagierten Werte aus den Tourismus- und Luftfahrtbranchen auf die Neuigkeiten: Titel von TUI, Lufthansa oder Airbus hoben im Größenbereich von 2,5 bis 4,5 Prozent ab. Der DAX-Gewinner war Deutsche Bank mit einem Plus von 4,3 Prozent.