Europas Leitbörsen bauen Gewinne am Vormittag etwas aus

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Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Krieges sorgt weiter für einen leichten Auftrieb an Europas Börsen. Der Euro-Stoxx-50 legte am Dienstagvormittag um 0,81 Prozent auf 6.281,13 Punkte zu. Der deutsche DAX stieg um 0,74 Prozent auf 25.078,02 Zähler. Außerhalb der Eurozone baute der britische FTSE-100 0,34 Prozent auf 10.466,52 Punkte auf.

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"Die Euphorie an den Aktienmärkten über die Einigung scheint bereits einer nüchternen Einschätzung gewichen zu sein", kommentierte der LBBW-Experte Rolf Schäffer die momentane Lage. Innenpolitisch verschafft das Rahmenabkommen dem US-Präsidenten Donald Trump aus Sicht von Schäffer zwar Entlastung. Es bedeute aber "kein Ende der Risiken", denn in puncto iranisches Atomprogramm bestünden weiterhin erhebliche Differenzen und außerdem hänge die Situation auch von der Lage im Libanon ab. "Die vorläufige Einigung ist daher weniger ein Schlussstrich als ein Zwischenstand: ein diplomatischer Erfolg auf Bewährung, dessen Bestand sich erst in den kommenden Wochen erweisen wird."

Auch wegen des Zinsentscheids der US-Notenbank am Mittwoch und dem großen Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag fällt eine weitere Trendprognose für die Aktienmärkte zunächst schwer. "Die Notenbanker rund um den neuen Fed-Chef (Kevin) Warsh werden sich wohl in Zurückhaltung üben und damit den Markterwartungen entsprechen", kommentierten die Experten der Helaba.

Wichtig für die Marktstimmung bleibt wohl auch der weitere Weg der SpaceX -Aktien, deren Rally nach dem Börsengang bisher nicht abbricht. Am Vortag hatten in New York auch andere Technologie-Titel nicht unter Mittelabflüssen gelitten. Der Nasdaq-Index näherte sich dort wieder seinem jüngsten Höchststand.

Die Aktien von Siltronic gehörten seit Anfang April zu den Titeln, die der globalen Tech-Rally gefolgt waren. Der Waferhersteller hat jetzt das jüngste Hoch seit 2022 dazu genutzt, um sich frisches Kapital zu besorgen. Durch die Ausgabe von drei Millionen neuen Aktien zu je 91 Euro fließen dem Unternehmen 273 Millionen Euro zu. Der Kurs näherte sich heute Vormittag kurz diesem Preis und stabilisierte sich dann bei 91,50 Euro. Zuletzt betrug der Abschlag bei 96 Euro nur noch 1,7 Prozent.

Zum Spitzenreiter im DAX wurden mit vier Prozent Plus die Anteile der Gea Group nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank. Der Kurs des Maschinenbauers schaffte es damit 2026 wieder leicht in die Gewinnzone. Mit einem Kursziel von 70 Euro sieht der Experte Lars vom-Cleff viel Luft nach oben für die Aktien, die Anfang Juni ein Tief seit mehr als einem Jahr erreicht hatten. Er betonte, die robusten Fundamentaldaten stünden in einem Missverhältnis zur Bewertung.

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