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Seit fast zwei Wochen geht es mit dem Gaspreis stark nach oben. In dieser Zeit hat sich europäisches Erdgas um etwa 40 Prozent verteuert. Preistreiber sind niedrige Temperaturen in Teilen Europas mit einem höheren Gasverbrauch, der auf vergleichsweise niedrige Füllstände der Gasspeicher trifft. Zuletzt ist auch der Gaspreis in den USA wegen der kalten Witterung deutlich gestiegen und hat den höchsten Stand seit 2022 erreicht, was die Notierungen am europäischen Markt in der Früh mit nach oben zog.
Neben der kalten Witterung wirken auch geopolitische Risiken immer wieder als Preistreiber im Handel mit Erdgas. Zuletzt hatte unter anderem die angespannte Lage im Iran die Sorge vor einem Übergreifen auf die gesamte Region geschürt. Außerdem wird am Markt weiter auf eine stärkere Nachfrage in China hingewiesen, dem weltweit größten Abnehmer von Flüssiggas. Dies wird ebenfalls als Anzeichen gesehen, dass der Wettbewerb schärfer werden könnte.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Fabian Sommer