Euro-Wirtschaft verliert zum Jahresende an Tempo

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Abschwung der deutschen Industrie hat sich verschärft
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Das Wachstum der Wirtschaft in der Eurozone hat sich zum Jahresende etwas abgeschwächt. Der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister fiel im Dezember stärker als erwartet um 0,9 auf 51,9 Punkte, wie der Finanzdienstleister S&P Global am Freitag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 4.200 Unternehmen mitteilte. Fachleute hatten nur einen Mini-Rückgang erwartet.

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Das Barometer blieb damit aber - erstmals seit der Corona-Pandemie - das ganze Jahr lang über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. "Zum Jahresende hat sich das Wirtschaftswachstum abgeschwächt, bedingt durch eine leichte Schrumpfung im Verarbeitenden Gewerbe und eine geringere Dynamik im Dienstleistungssektor", sagte Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank, der Sponsorin der Umfrage.

Grund für die schwächere Entwicklung der gesamten Geschäftsaktivitäten sei vor allem, dass sich der Abschwung der deutschen Industrie verschärft habe. Während in Frankreich die Industrie besser laufe, sei es beim Service-Sektor umgekehrt - Stagnation in Frankreich und ein solides Plus bei den deutschen Dienstleistern. "Insgesamt ist die Startrampe, von der man in das neue Jahr startet, ziemlich wackelig", sagte de la Rubia.

Bei den Aufträgen gab es aufgrund des beschleunigten Exportrückgangs ein niedrigeres Plus als zuletzt, und der Stellenaufbau setzte sich zum dritten Mal in Folge fort. "Die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist sanken, da der verbesserte Ausblick in der Industrie vom deutlich nachgelassenen Optimismus im Service-Sektor überlagert wurde", hieß es.

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie der Eurozone sank überraschend um 0,4 auf 49,2 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit zehn Monaten. Das Barometer für die Dienstleister fiel stärker als erwartet um 1,0 auf 52,6 Zähler.

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