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Zum ausgewiesenen Wachstum trugen Übernahmen 0,7 Prozentpunkte bei, während der starke Franken mit 2,1 Prozentpunkten belastete. Das organische Wachstum war laut Emmi vollständig volumengetrieben.
Regional entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich. Im Heimatmarkt Schweiz stieg der Umsatz organisch im Gleichschritt mit dem Gesamtkonzern. Gefragt waren unter anderem Frische- und Käseprodukte sowie neue Angebote im Bereich funktionaler Ernährung. Europa wuchs leicht überdurchschnittlich. Gut liefen das Dessertgeschäft und Ziegenmilchpulver in den Niederlanden. Dagegen entwickelte sich Emmi Caffè Latte in weiten Teilen Europas trotz der Lancierung von Matcha Latte schwächer als erwartet.
In der Division Americas erreichte Emmi ebenfalls ein organisches Wachstum im Konzernschnitt. Wachstumstreiber waren vor allem Chile, Brasilien und Mexiko. Dagegen blieb der US-Markt wegen der verhaltenen Konsumstimmung hinter den Erwartungen zurück, wie es heißt.
Überdurchschnittlich entwickelte sich auch die Division Global Trade mit einem organischen Wachstum von 10,1 Prozent. Treiber waren höhere Entlastungsexporte von Butter und Magermilchpulver sowie eine steigende Nachfrage nach Emmi-Joghurts aus Schweizer Milch in Asien.
Auch beim Ergebnis machte Emmi Fortschritte. Das Betriebsergebnis EBIT stieg um 4,8 Prozent auf 152,3 Millionen Franken. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 6,4 auf 6,6 Prozent. Beschaffungsinitiativen, Produktivitätssteigerungen und Preiserhöhungen hätten höheren Kosten etwa für Verpackungen, Personal und Logistik entgegengewirkt.
Unter dem Strich verdiente Emmi 100,9 Mio. Franken nach 97,2 Mio. im Vorjahr. Ein verbessertes Finanzergebnis half, höhere Gewinnanteile von Minderheitsaktionären bremsten dagegen.
Für das Gesamtjahr zeigt sich Emmi leicht optimistischer und präzisiert die Prognose für das organische Wachstum auf 2 bis 3 Prozent von bisher 1 bis 3 Prozent. Die Ziele für das EBIT von 335 bis 355 Mio. Franken und die Reingewinnmarge von 4,8 bis 5,3 Prozent bleiben unverändert.
Die Zuversicht stützt Emmi vor allem auf sein Innovationsportfolio, den Fokus auf Wachstumsmärkte und Premium-Nischen sowie auf Effizienzprogramme und Kostendisziplin. Gleichzeitig würden der tiefere Schweizer Milchpreis und der Wegfall eines befristeten Großauftrags belasten. Hinzu kommen laut Emmi eine gedämpfte Konsumstimmung, der starke Franken, volatile Beschaffungsmärkte sowie Importdruck in der Schweiz.
SALZBURG - ÖSTERREICH: FOTO: APA/BARBARA GINDL