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Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des Jahres Waren im Wert von 36,2 Mrd. Euro in die USA exportiert. Umgekehrt wurden Waren im Wert von 23,8 Mrd. Euro von dort nach Deutschland importiert. Die Exporte in die USA brachen damit um 12,1 Prozent ein, während die Importe um 1,9 Prozent wuchsen.
Auf den Handel mit Kraftfahrzeugen und Fahrzeugteilen entfiel mit 5,0 Mrd. Euro der größte Anteil am deutschen Exportüberschuss mit den USA. Er fiel allerdings um 35,5 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor. Insgesamt exportierte Deutschland im ersten Quartal Fahrzeuge im Wert von 6,5 Mrd. Euro in die USA. Das waren 28,4 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Die entsprechenden Importe aus den USA legten zugleich um 13,2 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zu. Einen Exportüberschuss mit den Vereinigten Staaten erzielte Deutschland auch mit Maschinen (4,9 Mrd. Euro). Er schrumpfte um 4,8 Prozent. Auch bei pharmazeutischen Erzeugnissen (3,4 Mrd. Euro / minus 18,7 Prozent sowie elektrischen Ausrüstungen (1,9 Mrd. Euro / minus 5,3 Prozent) erzielte Deutschland einen Exportüberschuss.
Anders sieht es bei mineralischen Brennstoffen aus: Bei Erdöl und Erdgas wies Deutschland ein Defizit von drei Milliarden Euro aus. Auch der Handel mit Kohle und Kokereierzeugnissen wies ein Defizit auf (jeweils -0,3 Milliarden Euro).
Einigung auf Handelsabkommen
Die Europäische Union hatte sich am Mittwoch auf ein Handelsabkommen mit den USA geeinigt, das 15 Prozent Zölle auf die überwiegende Mehrheit der EU-Exporte in die Vereinigten Staaten vorsieht. Diese Obergrenze gilt für die meisten Sektoren – darunter Autos, Halbleiter und Pharmazeutika. Der Zollsatz von 15 Prozent ist deutlich höher als vor Trumps Amtsantritt.
MÜNCHEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Sven Hoppe