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Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel um 13 Prozent auf 317 Mio. Euro. Die operative Umsatzrendite lag mit 23,5 (2024: 25,8) Prozent aber im Rahmen der eigenen Prognose (22 bis 24 Prozent). Vor Zinsen und Steuern (EBIT) war das Ergebnis 2025 mit 26 Mio. Euro negativ; ein Jahr zuvor hatte Siltronic noch ein EBIT von 125 Mio. Euro erwirtschaftet.
Das vierte Quartal sei ein Lichtblick gewesen, erklärte der Vorstand um Michael Heckmeier. Bei den pizzagroßen 300-Millimeter-Wafern hätten die Endmärkte angezogen, bei 200-Millimeter-Wafern stiegen aber die Lagerbestände noch. "Nachfrageimpulse in vielen Teilen der Endmärkte - insbesondere KI-getrieben - wirkten unterstützend, während Preiseffekte und Produktmix das Umfeld weiterhin belasteten", sagte Heckmeier. In den letzten drei Monaten des Jahres sei der Umsatz mit 372 Mio. Euro deutlich über dem dritten Quartal (300 Mio. Euro) gelegen. Siltronic macht dafür sowohl Nachhol- als auch Vorzieheffekte verantwortlich, die das Geschäft zu Jahresbeginn 2026 belasteten.
An der Schwäche im 200-Millimeter-Markt werde sich aber so schnell nichts ändern. Die 150-Millimeter-Produktionslinie im bayerischen Burghausen war bereits 2025 geschlossen worden. "Siltronic rechnet für 2026 weiterhin mit einem anspruchsvollen Marktumfeld, das durch Preisdruck außerhalb von Langfristverträgen sowie negativen Wechselkurseffekten geprägt sein wird", hieß es in der Mitteilung. Eine Umsatz- und Gewinnprognose traut sich der Vorstand derzeit nicht zu. Im Mittelpunkt stünden vorerst weiter Sparmaßnahmen.