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Das Institut sieht sich weiter auf Kurs, sein Gewinnziel von mindestens 3,4 Mrd. Euro im Gesamtjahr zu erreichen. "Wir haben unseren Stakeholdern versprochen, langfristig Wert zu schaffen", sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp. "Das haben wir mit unserem Rekordergebnis erneut unter Beweis gestellt."
Ein um 9 Prozent gestiegener Provisionsüberschuss von 1,07 Mrd. Euro trug maßgeblich zum Gewinnwachstum bei. Dieser wurde vor allem vom starken Wertpapiergeschäft gestützt. Der Zinsüberschuss legte um 3,5 Prozent auf 2,12 Mrd. Euro zu. Die Bank dämpfte ihre Erwartung für den Zinsüberschuss wegen des schärferen Wettbewerbs um Einlagen etwas und geht nun von rund 8,5 Mrd. Euro im Gesamtjahr aus. Bisher hatte sie rund 8,6 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Das Institut plant zudem im laufenden Jahr eine Ausschüttung an die Aktionäre von rund 3,2 Mrd. Euro in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen.
Das Zahlenwerk fällt in eine entscheidende Phase für die Zukunft der Commerzbank, die sich gegenwärtig mit den Übernahmeplänen der UniCredit auseinandersetzen muss. Die italienische Großbank hat sich inzwischen Zugriff auf knapp die Hälfte der Anteile gesichert. Der Abschluss des Übernahmeangebots wird in den kommenden Monaten erwartet, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Oktober einer Aufstockung der Beteiligung zugestimmt hatte. Die Commerzbank-Führung hatte sich lange gegen eine Übernahme gewehrt, zeigt sich nun jedoch offener für eine Zusammenarbeit. "Unverändert bleibt es unsere Aufgabe als Unternehmensführung, in jeder Situation den Weg zu wählen, der den größten Wert schafft", erklärte Orlopp. "Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit UniCredit Wert schaffen können, indem wir die Stärken beider Banken konsequent nutzen."
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND