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"Der schleichende Verlust der Wettbewerbsfähigkeit setzt sich fort", so Wohlrabe. Über nahezu alle Branchen hinweg hat die Wettbewerbsfähigkeit nachgelassen, betonte das Institut. Besonders schwierig bleibt die Lage demnach im Bereich Metallerzeugung und -bearbeitung: Hier berichten rund 47 Prozent der Unternehmen, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit sinkt. Ähnlich hoch ist der Anteil in der chemischen Industrie (45 Prozent). Im Maschinenbau liegt der Anteil bei rund 40 Prozent.
"Einen positiven Lichtblick gab es in der Automobilbranche", schrieben die Ifo-Forscher. Die Unternehmen berichten, dass sich ihre Wettbewerbsposition im Durchschnitt zumindest innerhalb von Europa verbessert hat. Außerhalb von Europa habe sie sich jedoch weiter verschlechtert. "Deutschland droht mittelfristig den Anschluss zu verlieren", sagte Ifo-Experte Wohlrabe. "Tiefgreifende Reformen sind das Gebot der Stunde."
Viele Wirtschaftsverbände fordern einen Abbau der Bürokratie. Steuern sowie Arbeits- und Energiekosten müssten spürbar sinken, Investitionen in Innovation und Forschung deutlich steigen. Der Industrieverband BDI sieht erste positive Signale, etwa die grundsätzliche Einigung auf einen Industriestrompreis oder das Infrastrukturzukunftsgesetz für schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Notwendig seien aber auch tiefgreifende, ambitionierte Strukturreformen.