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Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten diesmal mit einem Rückgang von 2,4 Prozent gerechnet. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte 1,2 Prozent niedriger als 2024.
Für die Verbraucher sind das potenziell gute Nachrichten: In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie sind deshalb ein früher Signalgeber für die allgemeine Inflation. Verbraucher mussten im Dezember 1,8 Prozent mehr für Waren und Dienstleistungen bezahlen als ein Jahr zuvor.
"Hauptursächlich für den Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat waren auch im Dezember 2025 die niedrigeren Energiepreise", erklärten die Statistiker. Sie fielen um 9,7 Prozent niedriger aus. Dabei sanken die Erdgaspreise mit 14,6 Prozent besonders stark. Strom kostete 11,1 Prozent weniger, während für Fernwärme 0,2 Prozent weniger verlangt wurde. Leichtes Heizöl kostete 8,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, während Kraftstoffe 1,5 Prozent billiger wurden.
Verbrauchsgüter kosteten im Dezember 0,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, dabei verbilligten sich allerdings Nahrungsmittel leicht um 0,1 Prozent. Deutlich günstiger als im Dezember 2024 waren Butter (-39,6 Prozent), Schweinefleisch (-11,2 Prozent) und Zucker (-3,5 Prozent). Die Butterpreise fielen gegenüber November um 13,9 Prozent. Teurer im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dagegen Rindfleisch (+25,7 Prozent) und Kaffee (+18,0 Prozent).
HANNOVER - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Julian Stratenschulte