Carlyle spricht mit VAE-Investoren über Lukoil-Vermögen

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Breites Spektrum von Lukoil soll an Carlyle gehen
 © APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
©APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Der US-Finanzinvestor Carlyle führt laut Insidern Gespräche mit Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) über eine Partnerschaft bei der geplanten Übernahme der internationalen Vermögenswerte des russischen Ölkonzerns Lukoil. Carlyle habe mit den staatlich kontrollierten Investoren Mubadala, XRG und IHC aus Abu Dhabi über eine Beteiligung an dem Portfolio gesprochen, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Montag.

von

Eine Einigung sei jedoch noch nicht erzielt worden. Carlyle und Lukoil hatten am Donnerstag eine vorläufige Vereinbarung bekannt gegeben. Demnach soll ein breites Spektrum an Vermögenswerten - darunter Ölfelder im Irak und Raffinerien in Osteuropa - an das US-Unternehmen übertragen werden. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der US-Behörden, da Lukoil mit Sanktionen belegt ist.

Einen Wert für das Geschäft nannten die Unternehmen nicht. Einem Insider zufolge werden die Vermögenswerte auf rund 20 Mrd. Dollar (16,8 Mrd. Euro) geschätzt. Die Investoren aus den VAE seien vor allem an der Lukoil-Handelssparte Litasco interessiert, sagte eine weitere mit der Angelegenheit vertraute Person.

Carlyle lehnte eine Stellungnahme ab. Lukoil, Mubadala und XRG reagierten zunächst nicht auf Anfragen. IHC teilte mit, man werde alle wesentlichen Entwicklungen gemäß den geltenden Vorschriften bekannt geben. Das US-Finanzministerium hat Lukoil eine Frist bis zum 28. Februar gesetzt, um sein globales Portfolio zu veräußern. Der Erlös aus einem Verkauf müsse auf ein Konto unter US-Gerichtsbarkeit fließen, teilte die US-Sanktionsbehörde OFAC mit. Die Gelder würden eingefroren, bis die Sanktionen gegen Lukoil aufgehoben werden.

Über die Autoren

Logo