Bundesbank-Chef: Deutsche Wirtschaft schwenkt 2026 auf Erholungskurs

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
Bundesbankchef in Deutschland Joachim Nagel
 © APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV
©APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die Bundesbank sieht die zuletzt schwächelnde deutsche Wirtschaft auf dem Weg der allmählichen Besserung. Sie werde sich voraussichtlich im Laufe des Jahres langsam erholen, erklärte Bundesbankchef Joachim Nagel laut Redemanuskript. Für 2026 hat die Bundesbank für das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Plus von 0,6 Prozent prognostiziert. Ab heuer werde die expansive Fiskalpolitik das Wirtschaftswachstum deutlich stützen, erklärte Nagel.

von

"Der kumulative Effekt zusätzlicher Staatsausgaben für Verteidigung und Infrastruktur wird bis 2028 voraussichtlich 1,3 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitragen." Darüber hinaus dürften Transferleistungen und Steuersenkungen die Einkommen von Haushalten und Unternehmen erhöhen.

"Wir gehen davon aus, dass die Fiskalpolitik nicht der einzige Wachstumstreiber für das BIP in Deutschland sein wird", so der Bundesbankchef. Eine Erholung der Konsumnachfrage werde in den nächsten Jahren ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Die Wirtschaft ist hierzulande nach Ansicht der Bundesbank jedoch mit wenig Schwung ins Jahr gestartet. Vor der Jahreswende ist es demnach allerdings konjunkturell wahrscheinlich bergauf gegangen, auch wenn die noch niedrige Kapazitätsauslastung weiter die Unternehmensinvestitionen belaste. Die Bundesbank-Ökonomen sprechen von einer "leichten Aufwärtstendenz". Zugleich verweisen sie auf eine frühe Schätzzahl des Statistischen Bundesamtes, wonach das BIP im vierten Quartal um 0,2 Prozent zugelegt haben könnte. Eine vorläufige und damit belastbarere Zahl wird am Freitag veröffentlicht.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV

Über die Autoren

Logo