BASF überrascht mit kräftigem Ergebnisplus und hebt Ziele a

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 © DPA, Uwe Anspach, Apa
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Höhere Preise und eine gestiegene Nachfrage infolge des Nahost-Konflikts haben BASF einen kräftigen Ergebnissprung beschert. Der deutsche Chemiekonzern übertraf die Erwartungen im dritten Quartal deutlich und schraubte seine Jahresziele erneut nach oben. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) stieg um 15 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 1,495 Mrd. Euro erwartet.

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Der Umsatz kletterte um 14 Prozent auf knapp 16,4 Mrd. Euro. Für 2026 peilt BASF nun ein bereinigtes Ergebnis zwischen 7,4 und 7,8 Mrd. Euro an, nachdem zuvor 6,9 bis 7,7 (Vorjahr: 6,6) Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden waren.

BASF-Chef Markus Kamieth erklärte, Kunden hätten angesichts der geopolitischen Unsicherheiten verstärkt ihre Versorgung abgesichert. Zudem habe der Konzern in allen Kernsparten höhere Preise durchsetzen können. Neben diesen Faktoren trugen auch gesunkene Fixkosten zum Ergebnisplus bei. "Unsere Restrukturierungsbemühungen sind in unserer Gewinn- und Verlustrechnung deutlich sichtbar", sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten laut Redetext. Den Absatz trieb zudem die steigende Produktion am neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang an.

Im Fokus der Anleger steht jedoch die geplante Übernahme des Konkurrenten Evonik, die Ende September publik wurde. Insidern zufolge hat BASF das Übernahmeangebot zuletzt auf 24 Euro je Aktie aufgestockt, was den Spezialchemiekonzern mit gut 11 Mrd. Euro bewertet. Damit will BASF den Evonik-Vorstand an den Verhandlungstisch bringen, nachdem dieser ein erstes Offert abgelehnt hatte. BASF-Chef Markus Kamieth versprach den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2032.

Gleichzeitig treibt das Management den Umbau im eigenen Haus voran. "Wir machen große Fortschritte bei der Verschlankung unserer globalen Organisation", erklärte Finanzchef Dirk Elvermann. In den ersten neun Monaten des Jahres habe BASF mehr als doppelt so viele Stellen abgebaut wie im gesamten Jahr 2025. Seit Jänner 2024 seien rund 8.600 Arbeitsplätze weggefallen. Am kriselnden Stammsitz in Ludwigshafen sank die Zahl der Vollzeitstellen zuletzt auf den tiefsten Stand seit 1954.

Zudem bereitet der Konzern die Abspaltung seiner Agrarsparte vor. Der Bereich verzeichnete im abgelaufenen Quartal wegen des schwierigen Marktumfelds in Südamerika deutliche Umsatz- und Ergebniseinbußen. Dennoch solle das Geschäft bis Mitte 2027 bereit für einen Börsengang sein, bekräftigte Kamieth.

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