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Erholungsansätze seien durch wieder gestiegene Ölpreise überlagert worden, so die Marktstrategen der Deutschen Bank. Eine neue Welle von Angriffen im Nahen Osten hatte Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der Energielieferungen aus dem Persischen Golf geschürt und Inflationssorgen angeheizt. Saudi-Arabien fing weitere Raketen und Drohnen der Huthi aus dem Jemen ab, ein Ende der Kämpfe mit der vom Iran unterstützten Miliz ist bisher nicht in Sicht.
Japanische Aktien konnten vorübergehende Gewinne nicht halten. Der Leitindex Nikkei 225 schloss mit 67.744,29 Punkten praktisch unverändert. Nach neuen Zahlen von ASML hatten Werte aus dem Halbleitersektor wieder nachgegeben. "Trotz solider Geschäftszahlen konnte der Ausblick nicht überzeugen", merkte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets dazu an. "Die Skepsis gegenüber den hohen Bewertungen im Technologiesektor wächst." Die Berichtssaison entwickle sich zunehmend zur Stunde der Wahrheit für die Euphorie im Bereich der künstlichen Intelligenz. Vor diesem Hintergrund gab auch der südkoreanische Kospi mit einem Minus von 0,4 Prozent leicht nach.
Die chinesischen Börsen tendierten ebenfalls im Minusbereich. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong gab leicht um 0,1 Prozent ab, während der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen um 1,4 Prozent verlor. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf uneinheitliche Inflationssignale. Während die Verbraucherpreise im September hinter den Erwartungen geblieben seien, habe der Anstieg der Erzeugerpreise ein Vierjahreshoch erreicht. Stärker als gedacht seien unterdessen die jüngsten Daten zu Importen und Exporten Chinas ausgefallen.
Der australische S&P ASX 200 schloss sich der Schwächetendenz an und sank um 0,64 Prozent auf 8.727,87 Punkte.
SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL