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Nach drei schwachen Quartalen in Folge stiegen die Erträge im Investmentbanking um 13 Prozent. Die Einnahmen im Aktienhandel erreichten einen Rekordwert und legten um 46 Prozent zu. Dies glich einen Einbruch von 21 Prozent im Handel mit Anleihen aus.
Für Konzernchef Slawomir Krupa sind die Zahlen ein Erfolg bei seinem Versuch, das jahrelang von hohen Kosten und schwacher Profitabilität geplagte Institut zu sanieren. Die Bank hatte im vergangenen Monat ihre mittelfristigen Finanzziele angehoben und weitere Kostensenkungen angekündigt.
Die Kosten stiegen im abgelaufenen Quartal indes leicht auf 4,1 Mrd. Euro, vor allem wegen höherer Bonuszahlungen im Investmentbanking. Analysten der Bank RBC erklärten, das Institut sei dank der Einsparungen und starken Erträge auf dem Weg, sein jährliches Profitabilitätsziel zu übertreffen. Im Privatkundengeschäft kletterten die Einnahmen dank eines höheren Zinsüberschusses um 11 Prozent. Wie zuvor BNP Paribas übertraf auch die Societe Generale die Prognosen und zerstreute damit Sorgen vor einem Ende des Gewinnbooms im europäischen Bankensektor.
Die Societe Generale betonte zudem ihr begrenztes Engagement in heimischen Staatsanleihen. Ende September standen französische Staatspapiere im Wert von 7,2 Mrd. Euro sowie Kredite an den öffentlichen Sektor in Höhe von 14,7 Mrd. Euro in den Büchern – bei einer Bilanzsumme von 982 Mrd. Euro.
Die französische Wirtschaft leidet nach Protesten gegen gestiegene Lebenshaltungskosten unter wachsender Unsicherheit, was Sorgen über schwächelnde Staatsfinanzen schürt. Steigende Renditen von Staatsanleihen der Eurozone hatten im vergangenen Monat Befürchtungen über mögliche Verluste der Geldhäuser geweckt und europäische Bankaktien belastet. Die Papiere der Societe Generale haben im bisherigen Jahresverlauf 10 Prozent an Wert verloren.
TOULOUSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE