Warum CEOs immer älter werden

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Mehr denn je zählt heute Erfahrung bei der Unternehmensführung. Das hat Vor- und Nachteile.

Soll es beim Erklimmen der Karriereleiter ganz nach oben gehen, braucht es einen längeren Atem als je zuvor. Das legt zumindest eine gemeinsam Studie der Universitäten Bonn und Princeton nahe, die ziemlich ambitioniert gleich einmal Karrierewege von mehr als 50.000 CEOs analysiert hat. Wichtigste Erkenntnis: Waren im Jahr 2000 die Chef:innen bei ihrer Ernennung im Schnitt rund 48 Jahre alt, sind sie heute bereits 55. Unternehmen suchen heute also weniger das Ausnahmetalent, sondern eher erfahrene Generalisten.

Wer den Chefsessel erobern will, sammelt deshalb mehr Stationen, Branchen- und Führungserfahrung als frühere Generationen. So was kann dauern, hat aber durchaus seine Vorteile. Gelten doch ältere CEOs auf Grund ihrer Erfahrung als besonnener. Gerade in unsicheren Zeiten kein Nachtteil. Allerdings wachsen Unternehmen mit älteren Chefs oft langsamer und gelten als weniger innovativ. Erfahrung bringt zwar Orientierung mit sich, bremst aber auch den Mut für Sprünge ins Unbekannte.

Der Artikel ist in der trend.EDITION vom 26. Juni 2026 erschienen.

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