Altersdiverse Teams steigern Innovationsfähigkeit

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 © Salzburg AG / Bosnjak

Herwig Struber, Vorstand der Salzburg AG, Prof. Stephan Alexander Böhm (Universität St. Gallen), Daniela Kinz, DE&I Botschafterin Salzburg AG

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In seiner Keynote zum Jahresauftakt der „Charta der Vielfalt“ empfiehlt Leadership-Professor Stephan Alexander Böhm die gezielte Nutzung alters- und lebensphasenbezogener Potenziale.

Beim Jahresauftakt der Charta der Vielfalt Österreich, der erstmals in Salzburg stattfand, diskutierten rund 60 geladene Gäste aus Wirtschaft, HR und Medien, wie Unternehmen Diversität und Inklusion als Strategie nutzen können, um auf den demografischen Wandel zu reagieren. Herwig Struber, Vorstand der Salzburg AG, und Guido Miklautsch, Leiter der Charta der Vielfalt Österreich sowie Leiter des Netzwerkmanagements der Wirtschaftskammer Wien, betonten in ihren Eröffnungsworten, dass Vielfalt dann Wirkung entfaltet, wenn sie im Arbeitsalltag konsequent verankert wird, um als Treiber für Innovationskraft, Resilienz und Zukunftsfähigkeit zu fungieren. In Österreich haben bereits rund 450 Unternehmen die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Sie ist eine europaweite Initiative zur Förderung von Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Zugehörigkeit am Arbeitsplatz.

In seiner Keynote zeigte Stephan Alexander Böhm, Assoziierter Professor für Diversity Management und Leadership an der Universität St. Gallen, auf, wie sehr der demografische Wandel Unternehmen in Zukunft betreffen werde. Alternde Belegschaften, Fachkräfteengpässe und neue Erwartungen an Arbeit über verschiedene Lebensphasen hinweg würden zu strukturellen Veränderungen in den Organisationen führen. Entscheidend sei daher, die gezielte Nutzung alters- und lebensphasenbezogener Potenziale sowie Rahmenbedingungen, in denen Zugehörigkeit, faire Chancen und wirksame Zusammenarbeit tatsächlich möglich werden. Inklusion, so Böhm, sei in diesem Zusammenhang jedenfalls kein Nebenthema, sondern wird zu einem messbaren Erfolgsfaktor für Unternehmen. Studien belegen, dass altersdiverse Teams Wissenstransfer und Innovationsfähigkeit stärken. Anhand des St. Gallen Inclusion Index erläuterte Böhm, dass Zugehörigkeit, Authentizität und faire Entwicklungschancen messbare Erfolgsfaktoren sind.

Dem stimmt auch Salzburg-AG-Vorstand Struber zu: „Für mich entscheidet sich der Erfolg von Vielfalt im täglichen Miteinander und in konkreten Maßnahmen.“ Diversity, Equity und Inklusion müssen in unseren Prozessen, Führungsgrundsätzen und Arbeitsbedingungen spürbar verankert sein, so Struber: „Wenn wir unterschiedliche Perspektiven aktiv einbinden und Barrieren konsequent abbauen, stärken wir nicht nur unsere Unternehmenskultur, sondern auch unsere Leistungsfähigkeit und Innovationskraft und unsere Wirtschaftlichkeit.“

Mit der neuen Funktion der Diversity-, Equity- & Inclusion-Botschafterin setzte die Salzburger AG nun den nächsten Schritt, um Vielfalt im Unternehmen zu fördern. „In meiner Funktion entwickle und begleite ich die Salzburg AG auf ihrem Weg hin zu wirksamem Diversity Management in Linienverantwortung“, sagt DE&I-Botschafterin Daniela Kinz: „Ziel ist es Diversity, Equity und Inklusion in Struktur, Prozesse und Kultur zu verankern.“ Im Fokus stehen dabei insbesondere generationenübergreifende Zusammenarbeit und Wissenstransfer, lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle, standardisierte Karenz- und Wiedereinstiegsprozesse, eine entsprechende Führungskräfteentwicklung sowie die barrierearme und verständliche Kundenkommunikation.

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