
Der trend CEO Brunch by e|motion im Rahmen der Erste Bank Open hatte Tennis-Legende Thomas Muster zu Gast. Der French-Open-Sieger von 1995 sieht es als ein Gebot der Stunde, die Leistungsmoral im Land zu fördern und sich standortpolitisch ehrgeizige Ziele zu setzen – ganz nach dem Vorbild von Spitzensportlern.
Nach einem schweren Unfall 1989 kämpfte sich Thomas Muster mit eisernem Willen und Disziplin zurück an die Tennis-Spitze, gewann als erster Österreicher in Paris 1995 ein Grand Slam Turnier und war sechs Wochen lang Nummer eins der Weltrangliste. Was ist aus der Story der Tennis-Legende zu lernen?
Über die Querverbindungen zwischen Sport und Wirtschaft wurde beim trend CEO Brunch am Rande des Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle diskutiert. Muster legte zunächst in einem verbalen Ballwechsel mit trend-Chefredakteur Bernhard Ecker seine Positionen zu Leistung und notwendigen Anreizen dar, ehe in einer munteren Diskussion unter dem Schutz der Chatham House Rule Parallelen zur Wirtschaftswelt gezogen wurden. Einigkeit herrschte darin, dass sich auch Österreich und seine (Standort-) Politiker klare Ziele setzen sollten, in welchen Bereichen man künftig zu den Top-Ländern der Welt gehören will - und welchen „Trainingsplan“ es dazu braucht.
Kontroverser war die Diskussion in der Frage, wie stark die Politik nötig ist, um einen solchen Plan auch umzusetzen. Das Warten auf Hilfestellung „von oben“, mentales Erbe vieler Jahrhunderte unter Kaisern, bremst häufig das unternehmerische Voranmarschieren, das ständige Schielen auf die nächste Förderung kann die Entfaltung von Leistung auch ersticken, so der Tenor bei der gelungenen Standortbestimmung am (Tennis-)Platz.