Zweites Signature Event der Marketing Natives 2026: Mehr als Algorithmen: Was Marken heute wirklich brauchen

Im Kooperation mit Marketing Natives
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 © Tina Janausek

Im Panelgespräch wurden unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen von Panel-Teilnehmer:innen beleuchtet.

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Am 26. Mai 2026 luden die Marketing Natives rund 80 Gäste in den Trompetensaal der Österreichischen Post AG in Wien. Unter dem Motto „Past Forward – Was bleibt. Was kommt. Was zählt.“ diskutierten Expert aus Marketing, Kommunikation und Kreativwirtschaft über die Zukunft der Branche, den Einfluss von KI und die Balance zwischen Innovation, Authentizität und menschlicher Relevanz.

„Marketing verändert sich aktuell schneller denn je. Was heute noch als Standard gilt, kann morgen bereits überholt sein. Gleichzeitig erleben viele bewährte Methoden ein Comeback genau diesen Spannungsbogen wollten wir mit dem Event sichtbar machen“, erklären Lily Teglasy und Susan Kamel Gad Alla, Teamleads des ehrenamtlichen Vereins Marketing Natives.

Den inhaltlichen Auftakt des Abends gestaltete Michael Katzlberger, KI-Berater und Gründer von 3LIOT.ai, mit einer inspirierenden Keynote über den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Kreativbranche. Am Beispiel der Kampagne „Karl der Krapfen“, die er und sein Team 2026 für die Bäckerei Ströck realisierten, zeigte Katzlberger, wie KI bereits heute kreative Prozesse bereichern und neue Formen der Markenkommunikation ermöglichen kann. Zugleich betonte er, dass technologische Entwicklungen zwar Arbeitsweisen verändern, starke Marken aber weiterhin von Haltung, Vertrauen und Authentizität leben. „In naher Zukunft wird KI das Rückgrat jedes Teams sein. Entscheidend bleibt aber, was wir erzählen und wen wir wirklich erreichen wollen“, so der Experte.

Im anschließenden Panel diskutierten die Speaker:innen unterschiedliche Perspektiven zum Wandel der Branche. John Oakley, Country Marketing Manager bei IKEA Austria, sprach über die zunehmende Bedeutung von Authentizität und echten Markenerlebnissen. „Gerade in einer Zeit algorithmischer Perfektion sehnen sich Menschen wieder stärker nach menschlicher Kommunikation und glaubwürdigen Marken“, so Oakley. Dabei zeigte er anhand der „Worst Sleepover Ever“-Kampagne von IKEA, wie physische Erlebnisse und emotionale Kampagnen auch in einer digitalen Welt starke Relevanz erzeugen können.

Tobias Zehentner, Co-Founder und CEO von LUX FUX, brachte seine Perspektive aus Agenturleben, Kreativwirtschaft und internationalem Eventmarketing ein. Sein Fokus lag auf der Frage, wie Marken trotz Automatisierung und datengetriebener Kommunikation weiterhin echte Relevanz schaffen können. „KI und Automatisierung schaffen viele Möglichkeiten, gleichzeitig werden Zielgruppen immer kleiner und individueller. Umso wichtiger wird es, dass Marken erlebbares Wissen vermitteln, das Menschen weitertragen wollen“, so Zehentner. Dabei betonte er insbesondere die Bedeutung von emotionalen Markenmomenten und Erfahrungen, die langfristig in Erinnerung bleiben.

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v.l.n.r.: Amra Dzilic (Communications Managerin bei Marketing Natives), Tobias Zehentner (Co-Founder & CEO bei LUX FUX), Michael Katzlberger (CEO bei 3LIOT.ai & Katzlberger Consulting), Ashley Zvaniashvili (Co-Founder & Co-Geschäftsführerin bei xchannels.ai), Emily Schreyvogel (Event Managerin bei Marketing Natives), Lily Teglasy (Team Lead bei Marketing Natives), Hannah Paireder (Event Managerin bei Marketing Natives), Simone Brodesser (Moderatorin), Susan Kamel Gad Alla (Team Lead bei Marketing Natives), Nova Lesch (Office Managerin bei Marketing Natives), John Oakley (Country Marketing Manager, Ikea Austria) und Jan Mayer (Office Manager bei Marketing Natives).

 © Tina Janausek

Ashley Zvaniashvili, Co-Founder und Co-Geschäftsführerin von xchannels.ai, beleuchtete die Auswirkungen von AI Search und technologischen Veränderungen auf Sichtbarkeit, Content und Markenstrategie. Sie erklärte, dass sich aktuell nicht nur Tools und Plattformen verändern, sondern auch die Spielregeln der digitalen Auffindbarkeit. „Unternehmen müssen lernen, ihre Markenstimme trotz neuer Technologien konsistent zu halten und gleichzeitig ihre Strategien laufend anzupassen“, so Zvaniashvili. Ein merkbarer Wandel entsteht aus ihrer Sicht derzeit besonders im Bereich Content und Suchverhalten.

Im Laufe des Abends wurde deutlich, dass die Zukunft des Marketings nicht in einer klaren Entscheidung zwischen Technologie und klassischen Prinzipien liegt. Vielmehr brauche es eine Balance aus Innovation, Haltung, Authentizität und strategischer Anpassungsfähigkeit. Die Diskussion zeigte außerdem, dass künstliche Intelligenz zwar Prozesse verändern und effizienter gestalten könne, kreative Relevanz und menschliche Verbindung jedoch weiterhin zentrale Erfolgsfaktoren bleiben.

Im Anschluss an Keynote und Panel nutzten die rund 80 Gäste der Marketing- und Kommunikationsbranche die Möglichkeit, sich beim Networking über aktuelle Entwicklungen der Branche auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

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