Insight Circle Vienna #1 | 24.02.2026

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 © Niklas Schnaubelt

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Mit dem ersten Event des Insight Circle Vienna fiel der Auftakt für eine neue Veranstaltungsreihe. Gast der Pilotveranstaltung war der britische Politikwissenschafter Doug Stokes der sich zum Thema "Understanding Trumps foreign policy: Implications on Europe" mit trend. Chefredakteur Bernhard Ecker unterhielt.

Mit dem ersten Event des Insight Circle Vienna fiel der Auftakt für eine neue Veranstaltungsreihe, die das Wirtschaftsmagazin trend gemeinsam mit Schütze Public Results in Kooperation mit der Modul University ins Leben gerufen hat. Das Format versteht sich als exklusiver Networking- und Diskussionskreis für Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. In einem bewusst kleinen, hochkarätig besetzten Rahmen sollen führende Entscheidungsträger:innen und Meinungsbildner:innen regelmäßig mit internationalen Gästen zusammenkommen, um aktuelle geopolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen zu diskutieren und sich darüber auszutauschen. Den Auftakt bildete ein Gespräch zwischen trend-Chefredakteur Bernhard Ecker und dem britischen Politikwissenschafter Doug Stokes.

 

Trumps Außenpolitik neu betrachtet

Im Zentrum des Gesprächs stand die Frage, wie die Außenpolitik von Donald Trump analytisch einzuordnen ist – und ob das häufig verwendete Etikett „erratisch“ tatsächlich trägt. Stokes stellte diese verbreitete Interpretation infrage. Viele Entscheidungen wirkten aus europäischer Perspektive zwar sprunghaft, folgten aus seiner Sicht jedoch einer klar erkennbaren strategischen Logik. Gerade dieser Perspektivenwechsel eröffnete neue Zugänge zur Analyse amerikanischer Außenpolitik und regte dazu an, etablierte europäische Deutungsmuster kritisch zu hinterfragen.

 

Europas Innovationsproblem

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion lag auf Europas Rolle im globalen Wettbewerb. Zwar verfüge der Kontinent über starke Voraussetzungen – von hochqualifizierten Talenten über innovative Forschung bis hin zu einer lebendigen Gründerszene. Doch sobald es um Skalierung und große Finanzierungsrunden geht, verlagern sich viele dieser Projekte in die Vereinigten Staaten.

„We can’t keep letting innovation escape from Europe“, warnte Stokes. Der Appell verdeutlichte den wachsenden Handlungsdruck für europäische Politik und Wirtschaft, Innovationskraft nicht nur hervorzubringen, sondern auch langfristig in Europa zu halten.

 

Eine neue geopolitische Realität

Mit Blick auf die internationale Ordnung wurde zudem deutlich, dass eine Rückkehr zum Status quo der transatlantischen Beziehungen vor Trump kaum zu erwarten ist. Die geopolitischen Rahmenbedingungen haben sich nachhaltig verändert. In einem zunehmend dynamischen globalen Umfeld bot der Austausch – auch im Rahmen der anschließenden Networking-Runde der Gäste – wertvolle Impulse für die strategische Positionierung Europas.

 

Ausblick

Der Insight Circle Vienna wird über das gesamt restliche Jahr wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen im Network-Setting diskutieren. Bereits Ende März steht die nächste Veranstaltung auf dem Programm: Zu Gast ist dann Sir Nick Gibb, ehemaliger Bildungsminister des Vereinigten Königreichs zum Thema "The Role of Education in a Changing World: What Europe Must Get Right"

Impressionen des Events

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