MPC-Fonds "Hypo hat systematisch falsch beraten"

 MPC-Fonds "Hypo hat systematisch falsch beraten"

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) führt, im Auftrag des Sozialministeriums, für 33 Geschädigte nun eine dritte Sammelklage durch. Der Streitwert der neuen Klage und wie der Stand der ersten Sammelklage ist. VKI-Rechtschef Kolber fährt dabei schwer Geschütze gegen die Hypo-Berater auf.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) führt gegen MPC bereits zwei Sammelklagen durch. Eine gegen die Hypo Steiermark als Vermittler und die CPM Anlagen Vertriebs GmbH als Österreichtochter des Emmissionshauses MPC in Hamburg. Es geht um rund 2,5 Millionen Euro für 33 geschädigte Anleger.

Morgen wird in Sammelklage I wieder verhandelt. Heute hat der VKI eine weitere Sammelklage für 15 geschädigte AnlegerInnen mit einem Streitwert um die 480.000 Euro beim Handelsgericht Wien eingebracht.

In der Sammelklage I (betrifft MPC Holland-Fonds) finden am 1. und 2. Juni 2016 am HG Wien die weitere Vernehmungen von Geschädigten und deren Beratern statt. Beginn ist jeweils 9.00 Uhr im Saal 708. Die VertreterInnen der Medien sind dazu herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild von der Verhandlung zu machen.

In der Sammelklage II (betrifft Schiffs- und Lebensversicherungsfonds) findet die nächste Verhandlung am 8.6.2016 am HG Wien statt.

Die Sammelklage III (betrifft MPC Holland-Fonds) für 17 geschädigte AnlegerInnen und einem Streitwert von rund 480.000 Euro wird heute beim HG Wien eingebracht.


„Die Hypo ist die einzige Bank in Österreich, die dieses Problem nicht außergerichtlich klären will, sondern es darauf anlegt, dass das Gericht die Vorwürfe aufarbeitet“, sagt Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im VKI. „Aus unserer Sicht wurde von den Beratern der Hypo bei Vermittlung der Fonds systematisch falsch beraten.“

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