19 Handwerksberufe künftig ohne Zugangsbeschränkungen

19 Handwerksberufe künftig ohne Zugangsbeschränkungen

Wer künftig eine Schneiderei eröffnen will, braucht dazu keinen Beruf mehr zu erlernen. Geschäft eröffnen und los geht´s.

Vom Änderungsschneider bis zum Schuster. Wer künftig ohne spezielle Voraussetzungen eine Dienstleistung erbringen darf.

Die Reform der Gewerbeordnung bringt einige Änderungen mit sich. So werden nahezu alle Teilgewerbe-Vorschriften gestrichen. Denn von derzeit 21 Teilgewerben sollen 19 gestrichen werden. Das bedeutet, jeder darauf in diesen nun freien Gewerben seine Leistungen anbieten, ohne dafür eine Ausbildung oder entsprechende Praxis verfügen zu müssen.

Die 19 Teilgewerbe, die derzeit mit Zugangsvoraussetzungen reglementiert sind, sollen laut dem Regierungsentwurf, der heute im Ministerrat beschlossen wurde, frei werden. Jeder der künftig Leistungen in den Bereichen anbietet, kann dies tun. Das betrifft folgende Tätigkeiten: Änderungsschneiderei, Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen, Autoverglasung, Betonbohren und -schneiden, Einbau von Radios, Telefonen und Alarmanlagen in Kraftfahrzeuge, Entkalken von Heißwasserbereitern, Erzeugung von Lebzelten und kandierten und getunkten Früchten, Erzeugung von Speiseeis, Fahrradtechnik, Friedhofsgärtnerei, Gürtel- und Riemenerzeugung sowie Reparatur von Lederwaren und Taschen, Instandsetzen von Schuhen, Modellieren von Fingernägeln (Nagelstudio), Nähmaschinentechnik, Reinigung von Polstermöbeln und nicht fest verlegten Teppichen, Schleifen von Schneidewaren, Wartung und Überprüfung von Handfeuerlöschern, Wäschebügeln und der Zusammenbau von Möbelbausätzen.

Die zwei bisherigen Teilgewerbe die ins geregelte Gewerbe übergehen sollen sind der Erdbau, der in den Baumeister integriert wird. Der Hufbeschlag wird ein neues geregeltes Gewerbe, so ergibt sich die Zahl von künftig 81 geregelten Gewerben. Freie Gewerbe gibt es derzeit übrigens 440.

Buwog-Prozess gegen Karl-Heinz Grasser & Co ab 12. Dezember

Recht

Buwog-Prozess gegen Karl-Heinz Grasser & Co ab 12. Dezember

Recht

Bestpreisklauseln: Buchungsplattformen blitzen bei VfGH ab

Wirtschaft

Whistleblower: „Die Cayman Islands sind ein gefährlicher Ort“