Gläubiger kommen künftig schneller an Konten von Schuldnern

Gläubiger kommen künftig schneller an Konten von Schuldnern

Bei Exekutionen, Pfändungen und bei den Zuständigkeiten von Rechtspflegern soll sich künftig einiges ändern. Was nun zur Diskussion steht.

Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) hat den Entwurf für die Exekutionsordnungs-Novelle 2016 und eine Novelle zum Rechtspflegergesetz heute, Montag, in die Begutachtung geschickt. Unter anderem soll es Gläubigern erleichtert werden, Konten von Schuldner sperren zu lassen, damit diese kein Geld überweisen oder abheben und so dem Zugriff der Gläubiger entziehen können.

Die Novelle enthält begleitende Regelungen zu einer entsprechenden EU-Verordnung und sieht außerdem eine Anpassung ausländischer Exekutionstitel vor, die in Österreich nicht bekannte Maßnahmen enthalten.

Für Arbeitgeber soll der Gesetzesentwurf Erleichterungen bei Lohnpfändungen bringen. Weiters sollen die gesetzlichen Bestimmungen für die im vergangenen Jahr gegründete justizeigene Versteigerungsplattform (www.justiz-auktion.at) aus Basis der bisher gewonnenen Erfahrungen angepasst werden - z. B. sollen die zur Versteigerungen gelangenden Gegenstände besser beschrieben werden.

Zuständigkeiten bei Exekutionen und Insolvenzen durch Rechtspfleger soll neu geregelt werden

Auch eine Novelle zum Rechtspflegergesetz ist seit heute in Begutachtung. Sie soll unter anderem bei Exekutions-und Insolvenzrecht und in Firmenbuchsachen die Zuständigkeiten von Rechtspfleger und Richter neu regeln. Neben Richtern erfüllen speziell ausgebildete Gerichtsbeamte teilweise richterliche Tätigkeiten, sogenannte Rechtspfleger. Mehr als drei Viertel aller Entscheidungen an Bezirksgerichten
werden von Rechtspflegern getroffen.

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