
Die Weltzeit im Dunkeln: Auch Städtering und Heimatzeitanzeige leuchten bei der neuen Dark-Ausführung blau nach.
©NOMOS GlashütteMit Club Sport neomatik Weltzeit dark erweitert die Glashütter Manufaktur eine erst 2025 eingeführte Modellreihe. Hinter dem schwarzen Zifferblatt steht eine technische Entscheidung: Nicht nur die Zeiger und Ziffern, sondern die gesamte Weltzeitanzeige wird im Dunkeln lesbar.
Wer zwischen Zeitzonen reist, muss oft zwei Uhrzeiten zugleich im Blick behalten. Mechanische Weltzeituhren lösen diese Aufgabe mit aufwendiger Technik. NOMOS Glashütte ergänzt seine Club Sport neomatik Weltzeit nun um eine vierte Ausführung. Ihr entscheidendes Merkmal ist keine zusätzliche Funktion, sondern die Art, wie sich vorhandene Informationen ablesen lassen.
Die entscheidende Neuerung liegt im Zifferblatt
Das Zifferblatt der im September 2026 vorgestellten Club Sport neomatik Weltzeit dark ist emailleschwarz. Zeiger, Stundenindizes, Städtering und Heimatzeitanzeige heben sich in warmem Offwhite ab. Bei Dunkelheit leuchtet erstmals die gesamte Weltzeitanzeige dieser Modellreihe blau nach. NOMOS verwendet dafür nach eigenen Angaben hochkonzentrierte Superluminova-Pigmente. Das ist mehr als ein Farbwechsel: Die Ablesbarkeit erfasst nun auch jene Angaben, die eine Weltzeituhr ausmachen.
Zwei Zeitzonen, ein Blick
Das Bedienkonzept bleibt unverändert. Über einen Drücker wird die Ortszeit umgestellt; sie erscheint auf dem Hauptzifferblatt. Die Heimatzeit zeigt ein 24-Stunden-Hilfszifferblatt bei drei Uhr, auf dem Tag und Nacht farblich markiert sind. Ein Ortswechsel lässt sich so direkt auf der Uhr nachvollziehen: Die zentrale Zeitinformation folgt dem Reiseziel, die zweite bleibt präsent.
Die zweite Zeitzone liegt auf einem 24-Stunden-Hilfszifferblatt bei drei Uhr; Tag und Nacht sind farblich markiert.
© NOMOS GLASHUETTEDie Mechanik hinter der Weltzeit
Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber DUW 3202, das NOMOS selbst entwickelt und fertigt. Durch den Saphirglasboden zeigt sich das Werk mit seiner goldenen Weltkugel auf dem Rotor. Glashütter Streifenschliff, temperaturgebläute Schrauben und Perlage bestimmen die Finissierung. Trotz Weltzeitfunktion misst die Uhr nur 9,9 Millimeter in der Höhe. NOMOS zählt sie damit zu den flachsten ihrer Art.
Das automatische Manufakturkaliber DUW 3202 ist durch den Saphirglasboden sichtbar.
© NOMOS GLASHUETTEFür den Alltag konstruiert
Zur Ausstattung gehört eine verschraubte Krone, die eine Wasserdichtigkeit bis 10 atm ermöglicht. Ist sie nicht vollständig verschraubt, wird ein roter Warnring sichtbar. Zusammen mit dem flachen Profil und der zweiten Zeitzone unterstreicht dies den praktischen Anspruch der Uhr. Die neue Leuchtanzeige fügt sich in diesen funktionalen Ansatz ein.
Eine junge Reihe mit eigenständiger Formensprache
Die erst 2025 eingeführte Club Sport neomatik Weltzeit liegt nun in vier Ausführungen vor. Neben der Dark-Version gibt es Modelle mit blauem, silbernem und weiß versilbertem Zifferblatt. Blau und Silber zeigen Strahlenschliff, die weiß versilberte Variante ist grafischer gestaltet. Das silberne Modell erhielt den iF Design Award und den Red Dot Award. Die neue Ausführung setzt auf den Kontrast zwischen tiefem Schwarz und hellen Anzeigen.
Für Kenner mechanischer Uhren ist gerade diese Verschiebung interessant: NOMOS erweitert die Weltzeitfunktion nicht um weitere Anzeigen, sondern verändert ihre Wahrnehmbarkeit. Das Modell führt damit vor, wie sich eine bestehende Komplikation durch die Gestaltung des Zifferblatts neu akzentuieren lässt – ohne den Grundaufbau der Uhr anzutasten.