
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ kann KMU entlasten und besser machen, wenn sie an den richtigen Stellen eingesetzt wird. Fehlendes Fachwissen und rechtliche Unsicherheit lassen viele noch zögern. TIPPS und TOOLS für Büroorganisation, Verkauf und Marketing.
Der Flyer sieht interessanter aus als gewöhnlich, das Protokoll haben die Teilnehmenden sofort nach dem Sitzungsende, und so mancher Kopf im Team scheint seit Monaten vor Ideen zu sprühen. Werden Aufgaben plötzlich schneller und andere Resultate vorgelegt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ChatGPT mitgearbeitet hat. Das populäre Sprachmodell machen sich Wissensarbeiter zunutze und nutzen diese künstliche Intelligenz für den Job - auch wenn die Vorgesetzten das oft nicht wissen. Diesen Schluss legen zumindest die offiziellen Zahlen zum KI-Einsatz in heimischen Unternehmen nahe, denn die sind noch recht niedrig.
Gerade einmal elf Prozent aller heimischen Unternehmen setzen künstliche Intelligenz ein, hat die Statistik Austria bei einer Befragung von 7.000 Unternehmen im Frühsommer erhoben. Neun Prozent sind es bei Kleinfirmen mit zehn bis 49 Mitarbeitenden, 17 Prozent bei den mit bis zu 249 Beschäftigen. Bei den Großen mit mehr als 250 Mitarbeitenden ist es doch schon jedes dritte Unternehmen.
In jedem zweiten Anwendungsfall werden dabei Texte erkannt und verarbeitet, bei 43 Prozent werden Daten analysiert, und ein Drittel automatisiert damit Arbeitsabläufe. Stärker im Einsatz ist die künstliche Intelligenz im Dienstleistungssektor; im produzierenden Bereich ist sie hingegen noch nicht wirklich angekommen. Viele Unternehmen haben in der aktuellen Wirtschaftslage offenbar dringlichere Probleme im Tagesgeschäft, als KI-Projekte aufzusetzen.
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