Steuerparadies Albanien

Steuerparadies Albanien

Mit einer Flat Tax von zehn Prozent für Unternehmen und natürliche Personen und einer Umsatzsteuerbefreiung bei Investments zählt Albanien zu den Ländern mit den niedrigsten Steuersätzen Europas. Die wichtigsten steuerlichen Änderungen von http://www.Steuerexperten Thomas Haneder bei TP Horwath Albanien

Demnächst dürfte Albanien offiziell den Status eines EU-Beitrittskandidaten erlangen. Die EU-Kommission bescheinigt dem Land zahlreiche Reformfortschritte gemacht zu haben. Damit dürfte das Balkanland auch für österreichische Investoren vermehrt in den Focus rücken.

Albanien hat auch steuerlich ein durchaus interessantes Besteuerungsregime für Investoren geschaffen. Wie die meisten Staaten der Balkanhalbinsel zählt Albanien mit einer Flat Tax von zehn Prozent für Unternehmen und Privatpersonen, zu den Ländern mit den niedrigsten Steuersätzen Europas.

2013 sind nun in Folge einiger Gesetzesänderungen folgende steuerliche Neuerungen in Kraft getreten:

Verlustvorträge können verloren gehen.

Im albanischen Körperschaftsteuerrecht gilt für die Vortragsfähigkeit von Verlusten eine zeitliche Befristung von drei Jahren. Werden mehr als 25 Prozent einer direkten oder indirekten Beteiligung an einer Gesellschaft bzw. der Stimmrechte übertragen, so gehen die Verlustvorträge verloren. Diese Grenze wurde nun auf 50 Prozent erhöht.

Boni nicht mehr steuerlich abzugsfähig

Weiters werden freiwillige Bonuszahlungen an Mitarbeiter künftig nicht mehr steuerlich abzugsfähig sein. Die Strafe für die verspätete Anmeldung von neuen Mitarbeitern (mindestens ein Tag vor Beschäftigungsantritt) soll empfindlich erhöht werden und nun 500.000 Albanische Lek (ca. EUR 3.600) betragen.

Investitonen von mindestens 360.000 Euro umsatzsteuerbefreit.

Bei der Umsatzsteuer sieht der Gesetzesentwurf einen neuen Investitionsanreiz für ausländische Investoren vor. So sind der Import von Maschinen und Anlagen, die für Investitionen von mindestens 50 Millionen albanischen Lek (ca. EUR 360.000) benötigt werden, von der albanischen Umsatzsteuer – diese beträgt 20 Prozent - nun befreit.
"Allerdings sind wegen der nach wie vor bestehenden Probleme bei der Refundierung von Umsatzsteuerguthaben ausländische Unternehmer bei solchen Investments noch vorsichtig", so Thomas Haneder, Steuerexperte bei TPA Horwath Albanien. "Ein größeres Maß an Rechtssicherheit in diesem Punkt wäre für die Attraktivität des Landes elementar", so Haneder weiter.

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