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Trotzdem sollen die Aktionäre - allen voran die Eigentümerfamilie Schaeffler - eine um fünf Cent erhöhte Dividende von 30 Cent je Aktie erhalten. Vorstandschef Klaus Rosenfeld begründete die Ausschüttung mit dem starken operativen Mittelzufluss (Free Cashflow), der mit 266 (minus 694) Mio. Euro noch über der im Herbst angehobenen Prognose lag. Die Schaeffler-Aktie gab im frühen Handel sechs Prozent auf 9,40 Euro nach.
Die operativen Ziele hat Schaeffler erreicht: Der Umsatz schrumpfte währungsbereinigt um 0,6 Prozent auf 23,5 Mrd. Euro; angepeilt hatte Schaeffler 23 bis 25 Mrd. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten (EBIT) verbesserte sich auf 936 (842) Mio. Euro, die operative Umsatzrendite lag mit 4,0 (3,5) Prozent in der Mitte der anvisierten Spanne von drei bis fünf Prozent. Schaeffler habe sein Sparprogramm schneller als erwartet umgesetzt, erklärte der Vorstandschef.
Für das laufende Jahr plant Schaeffler erneut zurückhaltend: Der Umsatz soll mit 22,5 bis 24,5 Mrd. Euro um den Wert des vergangenen Jahres schwanken, für das bereinigte EBIT gilt eine Spanne von 3,5 bis 5,5 Prozent. Der Free Cashflow soll mit 100 bis 300 Mio. Euro erneut positiv ausfallen.
"In unserem Kerngeschäft machen wir gute Fortschritte", sagte Rosenfeld. "Das gilt vor allem für die Sparte E-Mobility, wo wir überdurchschnittlich stark gewachsen sind." Das Geschäft mit Elektromobilität legte um sieben Prozent zu, schrieb mit 805 Mio. (1,06 Mrd.) Euro aber immer noch tiefrote Zahlen. Das weiterhin dominierende Geschäft mit Getrieben und Chassis schrumpfte wegen der Krise der Autobauer in Europa um fünf Prozent, lieferte mit 933 Mio .(1,1 Mrd.) Euro aber Gewinne ab. Schaeffler versucht neben der E-Mobilität weitere Wachstumsfelder zu erschließen, etwa in der Rüstungsindustrie und mit menschenähnlichen Robotern. Diese sollen bis 2035 rund zehn Prozent zum Umsatz beisteuern.