Wohnbau steckt weiter in der Krise

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
++ ARCHIVBILD ++ 2022 ging der Bauboom jäh zu Ende
 © DPA, Patrick Pleul, Apa
©DPA, Patrick Pleul, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die Bauwirtschaft in Österreich steckt weiter in der Krise. Grund dafür ist der Wohnungsneubau, der nach einem jahrelangen Boom 2022 mit Anstieg der Zinsen in ein tiefes Loch gefallen war, und nun dazu führt, dass die Branche heuer voraussichtlich das fünfte Jahr in Folge schrumpft, wie der Unternehmensberater Andreas Kreutzer von "Branchenradar" am Dienstag erklärte. 2027 dürfte es jedoch etwas besser laufen, die Zahl der Fertigstellungen dürfte erst frühestens 2029 steigen.

von

Wie aus Kreutzers Analyse hervorgeht, hat sich die Bauproduktion zwischen 2020 und 2026 zwar um 22 Prozent erhöht, das liegt jedoch ausschließlich an den massiven Preissteigerungen. Diese stiegen zwischen 2020 und 2025 um ein Drittel, im Hochbau sogar um 38 Prozent. Zuerst waren höhere Materialpreise verantwortlich für die Preissprünge, später kamen steigende Personalkosten infolge der Abgeltung der Inflation im Rahmen der KV-Verhandlungen dazu.

Der Rückgang war bis 2025 alleine auf den Hochbau zurückzuführen, der real um 16 Prozent erodierte. Innerhalb des Hochbaus war es praktisch zur Gänze der Wohnbau, der für das Minus verantwortlich zeichnete, führte der Marktforscher aus. Der Wohnungsneubau brach real um 30 Prozent, die Renovierung im Wohnbau um real 14 Prozent ein. Der Nicht-Wohnbau entwickelte sich hingegen weitgehend stabil und der Tiefbau wuchs substanziell um real 12 Prozent.

"Auch im laufenden Jahr schrumpft die Bauproduktion preisbereinigt voraussichtlich nochmals um drei Prozent, wobei der Rückgang abermals ausschließlich vom Hochbau kommt. Der Tiefbau wächst indessen konstant um real zwei Prozent", prognostiziert Kreutzer.

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages