
von
International richteten sich heute - neben dem Dauerbrenner Naher Osten - die Augen auf den ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, der auf eine Erholung hindeutet. Demnach hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im August weiter vom Einbruch infolge des Iran-Kriegs erholt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg um 2,1 Punkte auf 88,8 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut am Dienstag in München mitteilte. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer zeigt damit den vierten Monat in Folge nach oben.
"Die Zuversicht unter den Unternehmen in Deutschland hat zugenommen", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen. Trotz des erneuten Energiepreisanstiegs könne sich die deutsche Wirtschaft weiter erholen.
Außerdem fallen die Ölpreise weiter. Die Ankündigung eines Wirtschaftskriegs gegen den Iran habe für viel Wirbel am Ölmarkt gesorgt, sagte Anlagestratege Haris Khurshid vom Hedgefonds Karobaar Capital. Die jüngsten Aussagen aus den Reihen der US-Regierung würden aber keinen unmittelbaren Schock für das physische Angebot auf dem Ölmarkt darstellen.
Die heimischen Ölwerte zeigten sich aber stabil. SBO legten 1,6 Prozent zu, OMV 0,2 Prozent.
International haben sich die Technologiewerte wieder stabilisiert. So konnten sich auch Aktien des Leiterplattenherstellers AT&S teils von den gestrigen Verlusten erholen und bauten bisher 7,5 Prozent auf.
Schlusslicht im ATX sind die Anteilscheine des Faserherstellers Lenzing, die sich um 3,3 Prozent verbilligten.