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Trotz steigender Kurse dürften die Anleger laut Marktbeobachter vorsichtig bleiben angesichts einiger wichtiger Ereignisse im Wochenverlauf. Dazu zählen Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch und Signale zur US-Geldpolitik, wenn am Freitag Fed-Präsident Kevin Warsh auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole spricht.
In Deutschland ist das Ifo-Geschäftsklima um 2,1 Punkte auf 88,8 Punkte gestiegen, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer zeigt damit den vierten Monat in Folge nach oben. "Die Zuversicht unter den Unternehmen in Deutschland hat zugenommen", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen. Trotz des erneuten Energiepreisanstiegs könne sich die deutsche Wirtschaft weiter erholen. Das Geschäftsklima fiel auch besser als erwartet aus. Analysten waren im Schnitt lediglich von einem Anstieg auf 87,2 Punkte ausgegangen.
Die Ölpreise gaben am Dienstag weiter nach und stützten die Aktienindizes. Am Vorabend hatte eine Rede des US-Finanzministers Scott Bessent keine konkreten Maßnahmen aufgezeigt, mit denen die USA den Kriegsgegner Iran stärker unter Druck setzen will. Zuvor hatte die US-Regierung von einem "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran gesprochen und damit gedroht, Teheran komplett von der Weltwirtschaft zu isolieren.
Vor den Nvidia-Zahlen erholten sich Chipwerte etwas von ihrem schwachen Vortag. Infineon und Suss Microtec gewannen zwischen 2,2 und 1,9 Prozent. Der KI-Boom hält an. Die UBS hob ihre Prognose für weltweite KI-Investitionen 2027 auf 1,2 Billionen US-Dollar an.
Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Novo Nordisk von 250 auf 275 dänische Kronen angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Analyst Richard Vosser hob seine Umsatzprognose für 2026 am Montag im Nachgang der Berichtssaison um 5 Prozent an. Er begründet dies hauptsächlich mit höheren Erwartungen an das Diabetes- und Abnehmmittel Ozempic. Insgesamt hält Vosser nun im laufenden Jahr stabile Konzernumsätze für möglich, sieht aber 2027 kaum Wachstumspotenzial für die Dänen. Novo Nordisk gewann 2,02 Prozent auf 305,25 Dänische Kronen.
Argenx legten heute 1,20 Prozent auf 874,60 Euro zu. Deutsche Bank Research hat heute das Kursziel für Argenx von 900 auf 925 Euro angehoben, die auf Rekordniveau befindlichen Aktien aber von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Es sei Zeit für eine Verschnaufpause, schrieb Emmanuel Papadakis am Montag. Mit seiner tiefgreifenden Analyse im Juli habe er die jüngsten guten Studiendaten von Vyvgart gegen die Skelettentzündung Myositis bereits größtenteils in seinen erhöhten Schätzungen vorweggenommen. Er hob seine Prognose für den Spitzenumsatz des Mittels aber nochmals leicht an auf 14 Milliarden US-Dollar.