ATX am Nachmittag knapp behauptet

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AT&S mit negativen Asien-Vorgaben unter Druck
 © Roland Schlager, Apa
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Die Wiener Börse ist am Montag knapp behauptet in die Woche gestartet. Der ATX hielt am Nachmittag mit einem Plus von 0,04 Prozent bei 6 634,75 Punkten. Auch die meisten anderen Börsen in Europa traten zum Wochenstart auf der Stelle. Impulsgebende Konjunkturnachrichten gibt es am Montag nicht, viele Marktteilnehmer dürften derzeit weitere Entwicklungen im Nahostkonflikt, die am Mittwoch anstehenden Nvidia-Ergebnisse und das Notenbankertreffen in Jackson Hole abwarten.

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Die meisten ATX-Werte bewegten sich im Verlauf nur wenig. Das einzige größere Minus verbuchten AT&S. Die Aktien des Leiterplattenherstellers verloren nach schwachen asiatischen Börsenvorgaben knapp 5 Prozent. An der Börse in Südkorea büßten die Aktien des Branchenschwergewichts Samsung Electronics zum Wochenstart knapp 9 Prozent ein und zogen damit auch Kospi-Index nach unten. Anleger zeigten sich enttäuscht von den Plänen des Elektronikriesen, bis zu 110 Billionen Won (rund 68 Mrd Euro) an die Aktionäre auszuschütten statt wie erhofft Aktien zurückzukaufen.

Schwach zeigten sich in Wien auch die beiden Ölwerte im ATX. Aktien des Ölfeldausrüsters SBO fielen um 2,7 Prozent. Die Titel des Öl- und Gaskonzerns OMV verbuchten ein Minus von 0,6 Prozent. Die Rohölpreise kamen am Montag nach den starken Gewinnen der Vorwoche wieder etwas zurück. Auch an anderen Börsen in Europa fanden sich in Folge Ölwerte unter den Verlierern.

Die größten Gewinner im ATX waren am Nachmittag die Aktien des Baukonzerns Porr mit einem Plus von 2,0 Prozent. Titel des Faserherstellers Lenzing legten 1,7 Prozent zu. Gesucht waren auch die Aktien der beiden Versicherer VIG und UNIQA und gewannen jeweils gut ein Prozent. Am breiten Markt gewannen Frequentis und 3,9 Prozent.

Aufmerksam verfolgt wird an den Börsen jetzt weiter der Nahostkonflikt. Der Iran warnte die USA zuletzt vor schweren Konsequenzen ihres angekündigten Wirtschaftskriegs. Am Abend will US-Finanzminister Scott Bessent in einer Pressekonferenz erklären, welche wirtschaftlichen Sanktionen die USA gegen den Iran nutzen wollen, um die Regierung in Teheran zurück an den Verhandlungstisch zu bekommen.

Wichtige Datenveröffentlichungen stehen im Tagesverlauf nicht mehr an. Die nächsten börsenrelevanten Konjunkturdaten kommen am Dienstag in Form des ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland. Die Analysten der Helaba erwarten von dem Stimmungsindikator keine merkliche Verbesserung. Wichtige Impulse werden auch von dem Mittwoch anstehenden Quartalsergebnissen des Chipriesen Nvidia erwartet. Die Zahlen des gemessen an der Marktkapitalisierung wertvollsten Unternehmens der Welt gelten als wichtiger Indikator für die Entwicklung der gesamten KI- und Halbleiterbranche.

Im Blick haben die Märkte schließlich auch das Notenbanken-Symposium in Jackson Hole. Vor allem von der dort angesetzten Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh erhoffen sich Marktteilnehmer Hinweise auf die kommenden Zinsentscheidungen der Notenbank Fed.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER

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