Europas Börsen wenig verändert, Euro-Stoxx-50 minus 0,26 %

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DAX und FTSE-100 treten auf der Stelle
 © APA (AFP), JOHN THYS, Apa
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Europas wichtigste Börsen haben sich am Mittwoch im Frühhandel nach dem klaren Erholungsschub am Vortag nun wenig verändert gezeigt. Die Anleger dürften abwarten, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich eine weitere Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA geben wird.

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Der Euro-Stoxx-50 gab im Frühhandel 0,26 Prozent auf 5.969 Punkte nach. Der deutsche DAX und der britische FTSE-100 traten auf der Stelle. Positive Vorgaben hatte die Wall Street geliefert. In den USA hat am Dienstag vor allem die Tech-Börse Nasdaq mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Auch die Kurstafeln in Asien zeigten zuletzt ein positives Bild.

Die Entwicklungen im Nahen Osten und an der Straße von Hormuz bleiben der treibende Faktor an den Finanzmärkten, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Tageskommentar. "Mal dominieren Hoffnungen, mal Sorgen. Zuletzt sind die Ölpreise wieder gesunken, nachdem Meldungen über eine neue Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran umgingen. Solange aber die Seeblockade anhält und keine freie Durchfahrt gewährleistet ist, fehlt die Grundlage für eine dauerhafte Entspannung", formulierten die Experten.

Eine Branchenbetrachtung zeigte in Europa den Luxusgütersektor - belastet von dem Kurseinbruch der Hermes-Aktie in Höhe von zwölf Prozent - am schwächsten. Der französische Luxuskonzern Hermes hat zum Jahresauftakt die Folgen des Iran-Krieges zu spüren bekommen. Vor allem die Geschäfte in Frankreich entwickelten sich schlechter, denn wegen der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten kamen weniger Touristen in das Land. Im 1. Quartal schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um 1,4 Prozent auf knapp 4,1 Mrd. Euro. Damit verfehlte der Hersteller von Produkten wie Birkin- und Kelly-Taschen die Erwartungen der Experten.

In der Gunst der Anleger am weitesten oben standen die Technologiewerte. Der wachsende Bedarf an hochmodernen Computerchips hat ASML zu einem überraschend hohen Umsatz verholfen. Daher hob der niederländische Spezialmaschinenbauer seine Wachstumsziele für das Gesamtjahr zum zweiten Mal binnen weniger Monate an. "Die Chip-Nachfrage übersteigt das Angebot", sagte Konzernchef Christophe Fouque. Die Prognoseanhebung sei nach den zahlreichen positiven Nachrichten der vergangenen Monate erwartet worden, sagten Börsianer. ASML ist der weltweit führende Anbieter von Lithographie-Maschinen, mit denen Leiterbahnen für Computerchips auf Siliziumscheiben belichtet werden. Die ASML-Papiere gewannen ein Prozent.

Unter den Autobauern beschleunigte die Stellantis-Aktie um 3,3 Prozent. Der Autokonzern hat im ersten Quartal dank eines Aufschwungs in seinen Kernmärkten Nordamerika und Europa mehr Autos verkauft. Gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal zog der Absatz um insgesamt 12 Prozent auf 1,36 Millionen Fahrzeuge an.

Mit dem Vortagskurssprung um fast 19 Prozent ist es den Anlegern von Heidelberger Druck noch nicht genug. Wegen der neuerdings wieder aufgeflammten Fantasie, dass der Druckmaschinenhersteller im Bereich der Drohnenabwehr ein neues Standbein aufbaut, sind die Titel um fast 15 Prozent weiter angezogen.

AMSTERDAM - NIEDERLANDE: FOTO: APA/APA (AFP)/JOHN THYS

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