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Im Zentrum steht weiter der Nahe Osten, was den Ölpreis weiter antreibt. US-Präsident Donald Trump erwartet zudem nach eigenen Worten nicht, dass der Iran einem für die USA akzeptablen Abkommen zustimmt. Bremsend wirken die dadurch bedingten höheren Ölpreise. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent bewegte sich heute zeitweise bei über 91 US-Dollar. Außerdem haben schwache Vorgaben der US- und der asiatischen Börsen auf die Anlegerstimmung gedrückt.
In Deutschland sind die Konjunkturerwartungen überraschend gestiegen. Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate stieg im August um 7,9 Zähler auf 34,2 Punkte. Das teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 185 Investoren und Analysten mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 30 Punkte gerechnet. Noch waren keine Auswirkungen auf die Aktienmärkte auszumachen.
In den USA warten Anleger nach Daten zu den Importpreisen noch auf jene zur Industrieproduktion im Juli, die am späteren Nachmittag vorgestellt werden.
In Österreich bauten Verbund 0,44 Prozent auf 57,15 Euro auf. Die Analysten von Barclays haben ihre Einstufung "Equal Weight" für die Aktien des Verbund bestätigt. Das Kursziel wurde in einer Branchenstudie von 64,0 auf 63,0 Euro gekürzt. Analyst Peter Crampton begründete die Senkung mit leicht gestiegenen Kapitalkosten (WACC) und angepassten Rohstoffpreisannahmen.
Rückenwind gibt es auch für die anderen Öl- und Energiewerte. SBO, OMV und EVN legten zwischen 0,7 und 2,2 Prozent zu. Schwächster Branchenwert im Stoxx Europe 600 sind bisher die KI-abhängigen Technologiewerte. Das spürt auch der Halbleiterhersteller AT&S, dessen Anteilscheine als ATX-Schlusslicht bisher satte 8,8 Prozent verloren. An der ATX-Spitze fanden sich Lenzing mit einem Plus von 2,2 Prozent.
Semperit sanken heute bisher um 1,77 Prozent auf 16,65 Euro. Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben ihr Kursziel für die Aktien der Semperit von 17,50 auf 20,00 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde vom zuständigen Analysten Volker Bosse bekräftigt. Semperit biete eine attraktive Kombination aus effizienterem operativen Betrieb, einer robusten Bilanz und einer Bewertung, die die Qualität der anhaltenden Erholung noch nicht vollständig widerspiegle, schrieb Bosse in der am Montag vorgelegten Studie.
RHI Magnesita gaben ebenfalls nach. Die Papiere des Feuerfestkonzerns verloren um 1,5 Prozent. Das Unternehmen hat heute bekanntgegeben, dass der bisherige Vertriebschef Gustavo Franco mit 1. November 2026 den Posten des Chief Executive Officer (CEO) übernimmt. Er folgt damit auf Stefan Borgas.