
von
Wegen der anhaltend schwierigen Lage im Nahen Osten verharren die Ölnotierungen weiterhin solide über der 100-Dollar-Marke. Der Markt hängt in der Schwebe zwischen den durch den Konflikt verursachten Angebotsverknappungen auf der einen Seite und einer Rhetorik, die auf mögliche Deeskalation hindeutet, auf der anderen Seite, sagte die leitende Energiehändlerin Rebecca Babin von der CIBC Private Wealth Group der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Der internationale Blick der Anleger richtet sich derzeit besonders auf die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am morgigen Mittwoch. Am Markt ist eine Leitzins-Erhöhung inzwischen zu 90 Prozent eingepreist.
In Österreich hat sich die Konjunkturstimmung im August minimal verbessert. Der Konjunkturindikator der UniCredit-Bank-Austria fiel mit minus 0,7 Punkten weiter negativ aus, verbesserte sich aber leicht gegenüber dem Vormonatswert (Juli: minus 0,8 Punkte). Der Indikator erreiche damit "den höchsten Stand seit Beginn des US-Angriffs auf den Iran und der Blockade der Straße von Hormuz", erklärt der Chefökonom der Bank, Stefan Bruckbauer, am Dienstag in einer Aussendung.
In Österreich hat der Flughafen Wien einen dringenden Appell an die Bundesregierung gerichtet, die Flugabgabe spürbar zu senken. Die im Budget reservierten 30 Mio. Euro pro Jahr seien zwar ein erster Schritt, aber "zu wenig", um das Passagierminus abzufangen, sagte Flughafen-Vorstand Julian Jäger im Klub der Wirtschaftspublizisten. Eine Halbierung der Ticketsteuer würde dem Finanzminister laut seinen Berechnungen unter dem Strich mehr Geld bringen als kosten. Die Aktie blieb im ATX Prime unbewegt.
Der Baukonzern Strabag erweitert den Vorstand mit Christa Koenen auf sechs Personen. Koenen wird ab 1. Jänner nächsten Jahres die IT-Agenden sowie die Themenbereiche Digitalisierung und Innovation verantworten. Strabag gewannen bisher 0,37 Prozent.
Die Papiere des Halbleiterherstellers AT&S versuchen, die gestrige Delle durch KI-skeptische Stimmen etwas auszugleichen. AT&S konnten sich als ATX-Spitzenreiter bisher um 4,1 Prozent erholen, nachdem sie gestern um über 9,0 Prozent abgesackt waren.
Dahinter reihten sich im ATX-Segment voestalpine und CA Immobilien mit plus 1,7 Prozent bzw. 1,3 Prozent ein. Als ATX-Schlusslichter verloren Erste und Lenzing 1,3 Prozent bzw. 1,2 Prozent.
In unterschiedliche Richtungen tendierten die schwergewichteten Bankwerte, die die internationale Tendenz spüren. Raiffeisen Bank International (RBI) fielen um 0,7 Prozent. Für die BAWAG-Anteilsscheine hingegen ging es knappe 0,1 Prozent aufwärts.