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Vorsichtige Entspannungssignale im Iran-Krieg treiben international die Aktienkurse hoch. US-Präsident Donald Trump setzt im Konflikt mit dem Iran nun auf Deeskalation, um einen diplomatischen Durchbruch zu erzielen. Wichtigstes Thema sind laut Helaba-Analysten vor allem die Seeblockaden im Persischen Golf. Laut Trump gebe es große Fortschritte bei den Verhandlungen und so will er die US-Begleitung von Schiffen in der Straße von Hormuz kurzzeitig aussetzen.
Am heimischen Aktienmarkt rückte auf Unternehmensebene FACC mit einer Zahlenvorlage ins Blickfeld. Zudem werden die Aktien von SBO und Mayr-Melnhof zur Wochenmitte ex Dividende gehandelt.
Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat im ersten Quartal 2026 eine Steigerung von Ergebnis und Umsatz erzielt. Das operative Ergebnis (EBIT) wurde mit 9,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz legte um 11,8 Prozent auf 258,2 Mio. Euro zu. Die FACC-Titel reagierten mit einem Kurssprung in Höhe von zehn Prozent. Laut Erste Group-Analysten meldete FACC ein starkes erstes Quartal, das normalerweise aufgrund saisonaler Faktoren schwächer ausfällt. Die Prognosen wurden übertroffen, in diesem Sinne erwarten die Experten eine positive Marktreaktion.
Die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO fielen um 1,9 Prozent bzw. 0,70 Euro auf 35,90 Euro. Bereinigt um den Dividendenabschlag im Höhe von 75 Cents notiert die Aktie somit leicht im Plus.
Mayr-Melnhof sanken um 0,8 Prozent oder 0,6 Euro auf 78,40 Euro. Beim Kartonhersteller wurden zwei Euro je Aktie ausgeschüttet, dementsprechend legen die Papiere deutlich zu.
Merklich nach oben ging es auch für die Titel der schwergewichteten Banken. BAWAG verteuerten sich um 2,1 Prozent und die Aktionäre der Erste Group konnten ein Plus von 3,7 Prozent verbuchen. Bei der Raiffeisen Bank International ging es um starke 5,2 Prozent aufwärts.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER