US-Börsen schließen auf Rekordständen, Kurssprung bei Dell

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Hoffnung auf Einigung im Nahostkonflikt stützt
 © AFP, ANGELA WEISS, Apa
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Die Anleger konnten am Freitag in New York wieder Rekorde feiern. Sämtliche wichtigen Indizes stellten früher oder später Bestmarken auf. Sie profitierten von der Hoffnung, dass eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg kurz bevor steht - trotz widersprüchlicher Aussagen der Konfliktparteien. Zudem sorgte der anhaltende Boom von Künstlicher Intelligenz (KI) für einen Kurssprung beim Computerkonzern Dell.

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Der Leitindex Dow Jones stieg um 0,72 Prozent auf 51.032,46 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500 ging es um 0,22 Prozent auf 7.580,06 Zähler hoch. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 0,20 Prozent auf 26.972,619 Punkte.

Die Aktien von Dell, die seit März von Rekord zu Rekord eilen, schlossen nach gut aufgenommenen Zahlen mit einem Kursplus von gut 32 Prozent. Seit Jahresanfang hat die Aktie damit schon über 230 Prozent gewonnen. Dell hatte für den Auftakt seines Geschäftsjahres unter anderem einen Umsatzsprung mit KI-Servern von 757 Prozent gemeldet. Der Computerkonzern bietet mit Hochleistungsservern, Netzwerksystemen und Speicherlösungen Grundlagen für das Boomthema KI.

Analysten schraubten in Reaktion auf Zahlen und Ausblick ihre Kursziele für die Dell-Aktien massiv nach oben. Wamsi Mohan von der Bank of America und JPMorgan-Experte Chatterjee setzen nun 500 Dollar an. Sowohl die Quartalszahlen als auch der angehobene Ausblick überträfen in einem geradezu historischen Ausmaß die Erwartungen, lobte Mohan. Er hob seine Jahresschätzungen für den Umsatz und insbesondere das Ergebnis je Aktie (EPS) deutlich an. Der Gewinn dürfte seinen Zenit im laufenden Geschäftsjahr noch nicht erreichen, baute er möglichen Diskussionen vor.

Bei James Fish von der Investmentbank Piper Sandler stand mit einer Zielerhöhung von 167 auf 497 Dollar fast eine Verdreifachung zu Buche. Auch er sparte nicht mit Superlativen: Er billigte dem Unternehmen eines der besten Jahresviertel zu, die er je in der Tech-Branche gesehen habe. Zudem dürfte das kein einmaliges Phänomen bleiben, da der Auftragsbestand und die Pipeline Dell zufolge schneller wüchsen als der Umsatz.

Im Kielwasser von Dell waren viele Branchenwerte aus den Kreisen IT und Chips gefragt, dieses Mal auch ergänzt um die zuletzt eher gemiedenen Titel aus dem Software-Bereich. Titel des IT-Urgesteins IBM und der Softwarekonzerne Oracle sowie Salesforce stiegen um 8,5 bis 12,7 Prozent. Mit Amazon, Alphabet und Meta schlossen einige Tech-Größen hingegen im Minus.

Unter den Technologie-Nebenwerten fielen auch die Titel des Cloud-Speicherspezialisten NetApp und des Zugriffsmanagement-Anbieters Okta mit Kurssprüngen von bis zu 30 Prozent auf. Starke Zahlen oder Ausblicke galten hier als Ursache. SentinelOne verloren dagegen acht Prozent. Eine Empfehlung der Bank of America, den Rückschlag bei dem Cybersecurity-Unternehmen zum Kauf zu nutzen, half den Titeln im Verlauf, ihr Minus zu verringern.

Gestützt wurde die Börsenstimmung auch von der Aussicht auf eine Einigung im Nahost-Konflikt. US-Präsident Donald Trump kündigte eine "endgültige Entscheidung" zu den Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit dem Iran an. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Zuletzt war jedoch offen, ob Trump einer von Unterhändlern ausgehandelten Vereinbarung zustimmen wird. Außerdem hat der Iran Trump vorgeworfen, zentrale Vereinbarungen zu verzerren oder zu ignorieren.

"Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass Trump bereits an diesem Wochenende eine Einigung akzeptieren wird", schrieb die Expertin Sarah Bianchi von Evercore ISI. Sie baut darauf, dass der US-Präsident den erheblichen Risiken, die mit einer Eskalation einhergehen, äußerst ablehnend gegenüber stehen dürfte. Trump habe "nicht viele Trümpfe in der Hand", denn zum heutigen Zeitpunkt sei es für ihn wohl die bestmögliche Lösung.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ANGELA WEISS

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