Wiener Börse schließt zu Wochenbeginn leicht schwächer

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ATX gibt Verlaufsgewinne ab
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Der Wiener Aktienmarkt hat die Sitzung am Montag nach weitgehend freundlichem Verlauf noch mit einem kleinen Minus beendet. Der heimische Leitindex ATX musste seine Verlaufsgewinne am Nachmittag abgeben und ging um 0,27 Prozent tiefer bei 6.768,24 Zählern aus der Sitzung. Der ATX Prime schloss um 0,23 Prozent leichter bei 3.328,25 Einheiten.

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Auch das europäische Umfeld zeigte sich zu Wochenbeginn mit negativen Vorzeichen. Die US-Aktienmärkte tendierten im frühen Handel ebenfalls schwächer.

Marktbeobachter sprachen von einem recht ruhigen Geschäft zum Wochenstart. Für Zurückhaltung unter den Anlegern sorgten steigende Ölpreise sowie der jüngste Anstieg der Zinserhöhungserwartungen in den USA. Zudem blieb der Aktienmarkt in London am Montag feiertagsbedingt geschlossen. Auch die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich dünn.

Datenseitig waren die Blicke der Anleger auf Deutschland gerichtet. Dort haben hohe Energiepreise die Teuerung erneut bis knapp unter die Drei-Prozent-Marke getrieben. Wie schon im April erreichte die Inflationsrate im August 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer etwas höheren Jahresrate von 3,0 Prozent gerechnet.

Die Ölpreise sind am Montag nach Militärschlägen der USA und des Iran gestiegen. Die jüngsten gegenseitigen Angriffe dürften eine Verhandlungslösung für ein Ende des Iran-Kriegs erschweren, heißt es in einer Einschätzung vom Handelshaus Pepperstone.

Ölwerte zeigten sich angesichts der anziehen Rohölnotierungen europaweit gut nachgefragt. In Wien zogen OMV um 2,4 Prozent an, Aktien von SBO schlossen um knapp zwei Prozent höher. Bei den Finanzwerten stiegen Raiffeisen um 1,8 Prozent. Titel der Vienna Insurance Group legten um 2,1 Prozent zu.

Aktien der Porr fanden sich mit einem Abschlag von 3,3 Prozent unter den größeren Verlierern. Auch Strabag kamen nach den deutlichen Zugewinnen vom Freitag wieder etwas zurück und schlossen 4,7 Prozent im Minus. Mit einem Kurssprung von 15,8 Prozent hatten sich Strabag zum Wochenschluss noch ganz oben im Leitindex gezeigt. Der Baukonzern hatte nach einem starken ersten Halbjahr und einem erneut kräftigen Auftragseingang den Ausblick für Bauleistung und Marge angehoben.

voestalpine sanken um 0,9 Prozent. Der Stahl-und Technologiekonzern baut seine Präsenz in Nordamerika mit einem neuen Werk für Bahntechnik in Kanada aus. Am Standort Thorold in der Provinz Ontario solle eine Produktionsstätte für Weichen- und Schienenkomponenten entstehen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Parallel dazu habe der Konzern einen langfristigen Liefervertrag mit der größten kanadischen Güterbahngesellschaft Canadian National (CN) abgeschlossen.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HANS PUNZ

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