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"Die Gefahr einer Stagflation nimmt stetig zu und kann insbesondere in Europa zu einer Rezession führen", warnte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Broker CMC Markets. "Das Szenario wird durch die weiterhin widersprüchlichen Nachrichten aus dem Nahen Osten verstärkt und von den Investoren mehr und mehr in die Kurse eingepreist."
Der Euro-Stoxx-50 sank um 1,48 Prozent auf 5.565,93 Punkte. In Frankfurt ging es für den DAX um 1,50 Prozent nach unten auf 22.612,97 Einheiten. Der Schweizer SMI verlor dank der relativen Stärke der defensiven Schwergewichte nur 0,60 Prozent auf 12.641,96 Zähler, während der britische FTSE-100 um 1,33 Prozent auf 9.972,17 Punkte fiel.
Verluste erlitten energieintensive und konjunkturabhängige Branchen, allen voran die Rohstofftitel. So büßten ArcelorMittal 3,5 Prozent ein. Schwache Vorgaben aus Asien drückten indes die Technologietitel. Das Schwergewicht ASML sank nach den Gewinnen am Vortag um 3,8 Prozent, die Aktie der Beteiligungsgesellschaft Prosus um 4,6 Prozent.
Zu den Verlierern gehörten zudem H&M. Der Modehändler hatte zum Jahresstart schlechtere Geschäfte gemacht. H&M leidet unter dem schwachen Konsumklima und bekommt zudem negative Währungseffekte zu spüren. Die Aktie des Unternehmens fiel um bis zu fast sieben Prozent, konnte das Minus aber auf rund 2,2 Prozent reduzieren. Titel der britischen Branchenkollegin Next schlossen nach Zahlen hingegen 4,2 Prozent fester.
Mit Enttäuschung reagierten Anleger auf das Kontron-Gewinnziel für das laufende Jahr. Die Aktien des österreichischen Technologiekonzerns knickten um gut 14 Prozent ein. Das Unternehmen rechnet 2026 mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) von 225 Millionen Euro. Dem steht eine durchschnittliche Markterwartung von 246 Millionen Euro gegenüber. "Der konservative Ausblick dürfte den Kurs heute belasten", sagte ein Händler. Die mittelfristigen Ziele seien jedoch als starke Wachstumsambitionen zu werten.
Die VW-Dachgesellschaft Porsche SE hat die schwierige Lage bei ihren Kernbeteiligungen auch im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. Das um Wertberichtigungen angepasste Ergebnis nach Steuern sank 2025 um gut acht Prozent auf 2,89 Milliarden. Die Porsche-Anteilsscheine reagierten mit minus 2,9 Prozent.