
von
An den wichtigsten europäischen Aktienmärkten gab es am Berichtstag ebenfalls negative Vorzeichen zu sehen. Marktbeobachter verwiesen auf die erneut deutlich gestiegenen Ölpreise als wichtigsten Belastungsfaktor. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November kletterte auf über 107 US-Dollar und schürte damit wieder Inflationssorgen, welche höhere Leitzinsen auslösen könnten.
Positive Impulse für das Geschehen an den Aktienmärkten blieben laut Helaba-Analysten aus. Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene erneut eine sehr dünne Meldungslage vor.
Verbund-Aktien gaben leicht um 0,2 Prozent nach. Der teilstaatliche Energieversorger hebt die Strompreise für Neukunden an. Für den "Österreich-Tarif" verlangt der Konzern im ersten Vertragsjahr statt bisher netto 9,50 Cent ab sofort 10 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Ab dem zweiten Vertragsjahr klettert der Preis dann von 12,5 auf 15 Cent pro kWh. Für Bestandskunden bleibt der Tarif aber unverändert.
Die schwergewichteten Bankenwerte gingen in verschiedene Richtungen. BAWAG-Titel verteuerten sich um 1,1 Prozent. Erste Group gaben 1,2 Prozent nach. Die Papiere der Raiffeisen Bank International sanken um 1,9 Prozent.
Andritz gaben unter den weiteren Schwergewichten 2,2 Prozent nach. Bei der OMV gab es hingegen ein Kursplus von 2,9 Prozent zu sehen. Wienerberger bauten ein Minus von 3,5 Prozent.
Im Technologiebereich gaben die AT&S-Anteilsscheine deutliche 4,9 Prozent nach. Die Papiere bleiben mit einem bisherigen Jahresplus von mehr als 500 Prozent aber der "Highflyer" an der Wiener Börse. Europaweit präsentieren sich die Technologiewerte als schwächster Sektor am Berichtstag.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/THEMENBILD/HANS PUNZ