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Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 1,08 Prozent auf 10.840,35 Einheiten. "Unterstützung liefern überraschend robuste britische Konjunkturdaten", merkte ein Marktexperte an.
Technologiewerte hatten am Berichtstag massiv unter Druck gestanden, kamen aber bis Handelsschluss wieder etwas zurück. Marktbeobachter verwiesen auf erhöhte Zinsanhebungserwartungen in den USA und die Sorgen vor ausufernden Finanzierungskosten von Unternehmen aus der KI-Branche. Ausgelöst wurden die jüngsten Sorgen zur Wochenmitte von einem überraschend kräftigen Anstieg der US-Inflation im September. Die Aktien des europäischen Chip-Zulieferers ASML büßten 4,2 Prozent ein.
Verhalten war auch die Entwicklung des Bankensektors. Hier standen Aktien von Nordea unter Druck und fielen um acht Prozent. Die Zahlen hätten mehr oder minder im Rahmen der Erwartungen gelegen, betonten die Analysten von Jefferies. Allerdings habe die Bank angekündigt, wegen der derzeit laufenden Überprüfung der Kapitalbasis durch die Europäische Zentralbank (EZB) zunächst keine weiteren eigenen Aktien zurückzukaufen.
Gefragt waren dagegen die defensiven Branchen. Die Stärke des Telekomsektors resultierte neben den Gewinnen klassischer Titel wie Deutsche Telekom (plus 1,2 Prozent) auch aus dem Kurssprung von Ericsson (plus 6,8 Prozent). Die Aktien des schwedischen Telekomausrüsters reagierten damit auf die jüngsten Quartalszahlen. Die Analysten von Bernstein Research sprachen von deutlich über den Erwartungen liegenden Umsätzen und Gewinnen. Dabei habe sich vor allem das Netzwerk-Geschäft in Japan und Indien positiv ausgewirkt.
Im Versicherungssektor legten die Aktien von Zurich Insurance mit 2,8 Prozent zu. Das Analysehaus Jefferies hatte das Kursziel deutlich von 520 auf 620 Franken angehoben. Unter den kleineren Schweizer Werten gewannen DocMorris 3,6 Prozent. Die Online-Apotheke hatte im dritten Quartal 2026 das Wachstum deutlich beschleunigt.