Wiener Börse schließt ohne Bewegung

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Man hat sich aus dem Minus gekämpft
 © APA/APA/HANS PUNZ/HANS PUNZ
©APA/APA/HANS PUNZ/HANS PUNZ
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die Wiener Börse ist am Dienstag nach einem ständigen Minus unbewegt aus dem Handel gegangen. Der Leitindex ATX lag wieder bei seinem Rekordschluss vom Vortag von 6.905,58 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich bereits auf 6.813 Zähler gesunken war. Der breitere ATX Prime baute minimale 0,01 Prozent auf 3.390,37 Einheiten auf. Damit folgte Wien weitgehend dem europäischen Trend.

von

Größter Spielverderber bleiben die Ölpreise, die sich infolge des Irankriegs heute der 100-Dollar-Marke angenähert haben. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten halte die Inflationssorgen am Leben, schrieb Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. "Der Ölpreis bleibt damit das Fieberthermometer der Aktienmärkte", so der Marktexperte.

Der Fokus liegt bereits auf der EZB-Sitzung am Donnerstag. Nahezu einhellig erwarten die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Volkswirte eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent. Auch an den Terminmärkten ist eine Zinserhöhung fest eingepreist.

An der Spitze des heimischen ATX-Segments fanden sich die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) mit einem Gewinn von 2,8 Prozent. Heute wurde bekannt, dass der russische Strabag-Aktionär Rasperia Trading Limited auf die rechtzeitige Beantwortung einer RBI-Milliardenklage verzichtet hat. Damit dürfte eine Entscheidung des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien zugunsten der Bank nur noch eine Frage der Zeit sein. Strabag zeigten sich um 2,1 Prozent befestigt.

Die restlichen schwergewichteten Bankenwerte bewegten sich in unterschiedliche Richtungen. BAWAG gewannen 0,7 Prozent, Erste Group sackten 0,8 Prozent ab.

EVN gingen 1,73 Prozent auf 29,40 Euro in die Höhe. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien leicht von 36,00 auf 36,50 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde für die Titel des Energieversorgers unverändert beibehalten.

Mit Zuwächsen gingen auch weitere Energiewerte aus dem Handel. Verbund legten 1,9 Prozent zu, OMV im Windschatten der Ölpreise 0,7 Prozent. SBO waren unbewegt.

Andritz verloren 0,24 Prozent auf 83,60 Euro. Analysten der Wiener Privatbank haben für die Anteilscheine von Andritz ihre Empfehlung von "Kaufen" auf "Halten" herabgestuft. Das Kursziel ("fairer Wert") wurde dagegen von 84,6 Euro auf 86,5 Euro erhöht. Der Anlagenbauer hat heute weiters mitgeteilt, in der Slowakei ein Megaprojekt mit einem Auftragswert im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten zu haben. Andritz soll gemeinsam mit dem slowakischen Unternehmen Vuje das Wasserkraftwerk Gabčíkovo an der Donau erneuern und modernisieren.

AT&S spürte heute die Launenhaftigkeit der KI-Phantasien. Schwache internationale Vorgaben drückten AT&S-Aktien um 4,7 Prozent hinunter, nachdem sie gestern noch 5,3 Prozent in die Höhe gegangen waren.

Spitzenwert im ATX Prime-Segment waren heute RHI Magnesita, die 3,3 Prozent aufbauten.

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages