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Spielverderber bleiben die Ölpreise, die sich infolge des Irankriegs der 100-Dollar-Marke annähern. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten halte die Inflationssorgen am Leben, schrieb Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. Das dürfte dafür sorgen, dass höhere Zinsen für längere Zeit eingepreist werden. "Der Ölpreis bleibt damit das Fieberthermometer der Aktienmärkte", so der Marktexperte.
Der Fokus liegt bereits auf der EZB-Sitzung am Donnerstag. Nahezu einhellig erwarten die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Volkswirte eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent. Auch an den Terminmärkten ist eine Zinserhöhung fest eingepreist.
An der Spitze des heimischen ATX-Segments standen am Nachmittag die Verbund-Aktien mit einem Gewinn von 2,2 Prozent. Dahinter folgten EVN mit plus 1,73 Prozent auf 29,40 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien leicht von 36,00 auf 36,50 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde für die Titel des Energieversorgers unverändert beibehalten.
Mit Zuwächsen fanden sich am Vormittag auch weitere Energiewerte. SBO legten 0,3 Prozent zu, OMV 0,2 Prozent.
Strabag gewannen 0,9 Prozent. Heute wurde bekannt, dass der russische Strabag-Aktionär Rasperia Trading Limited auf die rechtzeitige Beantwortung einer RBI-Milliardenklage verzichtet hat. Damit dürfte eine Entscheidung des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien zugunsten der Bank nur noch eine Frage der Zeit sein. Hintergrund der Causa ist der Streit des russischen mit österreichischen Strabag-Kernaktionären, in dessen Zug die formal unbeteiligte RBI-Tochterbank in Russland zu Schadenersatz in Milliardenhöhe verurteilt wurde. RBI-Aktien zeigten sich um 0,4 Prozent befestigt.
Die restlichen schwergewichteten Bankenwerte lagen im Minus. BAWAG verloren 0,2 Prozent, Erste Group sackten 1,7 Prozent ab.
Andritz legten 0,7 Prozent zu. Der Anlagenbauer hat heute mitgeteilt, in der Slowakei ein Megaprojekt mit einem Auftragswert im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten zu haben. Andritz soll gemeinsam mit dem slowakischen Unternehmen Vuje das Wasserkraftwerk Gabčíkovo an der Donau erneuern und modernisieren.
AT&S spürt heute die Launenhaftigkeit der KI-Phantasien. Schwache internationale Vorgaben drückten AT&S-Aktien bisher um 4,8 Prozent, nachdem sie gestern noch 5,3 Prozent in die Höhe gegangen waren.