Europas Leitbörsen im Frühhandel niedriger

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Novartis ist unter Druck
 © AFP, FABRICE COFFRINI, Apa
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Die europäischen Aktienmärkte haben den Dienstag mehrheitlich mit Kursverluste begonnen. Für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 ging es um 0,63 Prozent auf 6.363,75 Punkte nach unten. Der deutsche Leitindex DAX büßte 0,64 Prozent auf 25.838,21 Einheiten ein. Ein etwas leichteres Minus verbuchte außerhalb der Eurozone der Londoner FTSE-100, der 0,18 Prozent tiefer bei 10.803,71 lag.

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Gegen steigende Notierungen sprechen vor allem die hartnäckig hohen Öl- und Gaspreise. Ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent hat sich am Morgen der runden Marke von 100 US-Dollar angenähert. "Bislang lassen sich Aktienanleger davon nicht aus der Ruhe bringen", schrieb Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Sollte sich der Ölpreis allerdings länger auf hohem Niveau halten oder sogar weiter ansteigen, dürften die Schäden für die Weltwirtschaft hoch sein. "Und dann werden auch die Aktienmärkte den Ölpreis nicht dauerhaft ignorieren können". Aktuell überwiege am Aktienmarkt die Hoffnung auf eine nur kurze Eskalationswelle zwischen den USA und dem Iran und einen anschließend schnellen Rückgang der Ölpreise.

Bei den Einzelwerten sorgten Kommentare von Analysten für Bewegung: Infineon -Aktien büßten nach einer Abstufung durch Morgan Stanley 2,7 Prozent ein. Bei dem Chip-Hersteller sehen die Experten zunächst kaum noch Auftrieb für die Markterwartungen.

Kaufempfehlungen der Citigroup für die Aktien von Kion und Nordex verhalfen diesen zu Aufschlägen von 4,6 respektive 1,1 Prozent. Kion war damit größter Gewinner im MDAX.

Anteile des Vermögensverwalters DWS verteuerten sich um 2,3 Prozent, angetrieben von einem Kaufvotum der US-Bank Jefferies. DWS-Aktien haben seit Jahresbeginn um gut 37 Prozent zugelegt.

Schwächster Sektor im Euro-Stoxx ist bisher der Stoxx-Europe-600 Health Care mit minus 1,6 Prozent. Auf die Stimmung drückte dort Novartis, die heute bereits 10,17 Prozent auf 112,64 Franken abgeben mussten. Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Novartis auf "Hold" mit einem Kursziel von 110 Franken belassen. Das Scheitern der Harbor-Studie mit dem Mittel De-desiran dürfte erneut Fragen über den Due-Dilligence-Prozess bei Novartis und das Vorgehen bei der Geschäftsentwicklung aufwerfen, schrieb Michael Leuchten in einer am Dienstag vorliegenden Studie.

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