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Der stärker von Standardwerten geprägte Dow Jones Industrial gab in den Anfangsminuten um 0,9 Prozent auf 52.949 Punkte nach, während der marktbreite S&P 500 um 0,4 Prozent auf 7.688 Zähler fiel. Der technologielastige Nasdaq Composite stand zuletzt mit 0,4 Prozent im Minus bei 26.389 Punkten.
Laut Anastasia Amoroso vom Schweizer Vermögensverwalter Partners Group sind die Märkte "wahrscheinlich gerade in einer Art Verdauungsphase, da wir weltweit eine ziemlich bedeutende Anpassung der Zentralbankpolitik durchlaufen". Daher könnten die Aktienkurse einen Teil ihrer bisherigen Gewinne wieder abgeben oder zumindest vor einer Konsolidierung stehen, sagte die Expertin Bloomberg TV.
Die Ölpreise bauten ihre Gewinne aus. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November kostete zuletzt knapp 98 US-Dollar - damit fehlt nicht mehr viel zur psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Auch der Preis für die US-Ölsorte WTI legte kräftig zu. Händler verwiesen unter anderem auf die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien. Das größte Ölförderland in der Golfregion stoppte daraufhin die Produktion in einigen Anlagen nahe der Grenze zum Jemen.
Nach dem starken Arbeitsmarktbericht vor dem Wochenende könnten Inflationsdaten an diesem Freitag die Erwartungen an eine US-Leitzinsanhebung kommende Woche weiter nach oben treiben. Dass die Europäische Zentralbank (EZB) bereits an diesem Donnerstag erneut an der Zinsschraube drehen wird, gilt ohnehin schon seit längerer Zeit als nahezu sicher.
Von der Ölpreisentwicklung profitierten die Aktienkurse der US-Ölmultis Exxon Mobil und Chevron. Sie legten um jeweils rund zwei Prozent zu.
Der Brennstoffzellen-Entwickler Bloom Energy wies dank der bevorstehenden Aufnahme in den marktbreiten Index S&P 500 ein Kursplus von 7,2 Prozent auf.
Dagegen brachen Dyne Therapeutics um rund ein Viertel ein. Die Aktien des Biotech-Unternehmens gerieten in den Sog negativ aufgenommener Nachrichten von Novartis. Der Schweizer Pharmariese verfehlte in klinischen Tests der fortgeschrittenen Phase III mit dem Medikament Del-desiran das vorrangige Studienziel. Dass die US-Bank Jefferies einem Medikamentenkandidaten von Dyne aus diesem Bereich dennoch Erfolgschancen einräumt, half den Aktien zunächst kaum.
Die Anteilsscheine von Boston Scientific verloren gut zwei Prozent. Das Biotech-Unternehmen befürchtet deutliche Auswirkungen einer Cyber-Attacke auf seine Geschäftszahlen und ein Verfehlen der Jahresziele.