Wiener Börse schließt mit kräftigen Gewinnen

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Wiener Börse profitiert von sinkenden Ölpreisen und KI-Hoffnungen
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montag mit kräftigen Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX schloss mit einem Plus von 1,51 Prozent bei 6.900,56 Punkten. Der ATX Prime legte um 1,50 Prozent auf 3.380,05 Zählern zu. Auch das europäische Umfeld zeigte sich deutlich im Plus. Im ATX trat mit der neuen Handelswoche eine neue Zusammensetzung in Kraft. Mayr-Melnhof Karton ersetzte mit Handelsbeginn SBO.

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Für Auftrieb sorgten zu Wochenbeginn die sinkenden Ölpreise. Dabei spielte die Hoffnung auf Fortschritte bei den Bemühungen für ein Ende des Iran-Krieges eine große Rolle. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November fiel unter die Marke von 100 US-Dollar. Er notierte damit auf dem tiefsten Stand seit dem 9. September.

Zudem waren weltweit die Aktien aus dem Technologiesektor begehrt. Einerseits will US-Präsident Donald Trump die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) in den USA weiter beschleunigen - trotz wachsender Warnungen vor existenziellen Risiken. Andererseits sprachen wenige Tage vor dem geplanten Gipfeltreffen von Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping Vertreter der beiden weltgrößten Volkswirtschaften in New York über ihren Handelskonflikt und Sicherheitsrisiken beim KI-Einsatz. Man habe den Chinesen einen Mechanismus vorgeschlagen, um den Austausch wichtiger Informationen zur KI-Entwicklung sicherzustellen, sagte US-Finanzminister Scott Bessent anschließend.

Davon profitierte der heimische Leiterplattenhersteller AT&S. Seine Aktien stiegen als ATX-Primus um 6,37 Prozent auf 187 Euro. Diesen Wert hatten die AT&S-Aktien zuletzt im Juli.

Stark präsentierte sich auch der schwer gewichtete Bankensektor. BAWAG legten um 3 Prozent zu. Erste Group gewannen 2,61 Prozent. Für RBI ging es um 2,27 Prozent nach oben. Zudem steigerten sich die Werte der Versicherungen deutlich.

ATX-Neuling Mayr-Melnhof Karton notierte mit einem Plus von 1,12 Prozent. SBO verloren im prime market hingegen 0,17 Prozent. Dort lagen RHI Magnesita mit einem Plus von 4,42 Prozent und die Telekom Austria mit einem Plus von 3,25 Prozent an der Spitze.

Die fallenden Ölpreise setzten hingegen die OMV-Aktien unter Druck. Sie verloren 1,87 Prozent. Deutlich im Minus befanden sich im prime market Kapsch TrafficCom (-6,52 Prozent) und Rosenbauer (-2,8 Prozent).

Agrana fielen um 2,62 Prozent. Die Zuckerrübenmenge könnte heuer aufgrund der Rekordtrockenheit gegenüber dem Vorjahr laut Landwirtschaftskammer-Prognose um bis zu 52 Prozent einbrechen. Die gesamte heimische Rübenernte wird in der Agrana-Zuckerfabrik in Tulln an der Donau verarbeitet. Im Frühjahr 2025 war die Agrana-Zuckerfabrik in Leopoldsdorf im Marchfeld zugesperrt worden, die mit den Bauern vertraglich vereinbarte Anbaufläche hatte sich deswegen halbiert. Finale Ernteschätzungen gebe es zum Start der Zuckerrüben-Verarbeitung (Kampagne) Anfang Oktober, hieß es vom "Wiener Zucker"-Mutterkonzern Agrana zur APA.

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