Wiener Börse schließt höher, AT&S 12 % im Plus

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Wienerberger verlieren nach Gewinnwarnung 4 Prozent
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Die Wiener Börse hat am Dienstag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Plus von 1,79 Prozent und 6.511,24 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime legte 1,63 Prozent auf 3.202,97 Zähler zu. Auch an anderen Börsen in Europa ging es nach oben. Angetrieben wurden die Märkte von einer spürbaren Erholung bei Halbleiter- und KI-Aktien.

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Die gute Stimmung für Chipaktien schlug sich auch in Wien nieder: Die Aktien des Leiterplattenherstellers AT&S fanden sich mit einem Plus von knapp 12 Prozent weit oben an der ATX-Spitze. Halbleiteraktien profitierten am Dienstag von guten Vorgaben aus Südkorea, wo die Chipwerte sich deutlich erholten.

Unter Druck kamen nach Quartalszahlen und einer Gewinnwarnung Wienerberger-Aktien und verloren 4,1 Prozent. Wienerberger hat im zweiten Quartal 2026 trotz eines Umsatzanstiegs weniger operativen Gewinn erzielt. Während die Erlöse im Jahresabstand um 13 Prozent auf 1,41 Mrd. Euro zulegten, schrumpfte das operative EBITDA von 253 auf 230 Mio. Euro. Hauptgrund war laut Wienerberger ein unerwartet schwacher Wohnungsneubau, vor allem in Nordamerika. Der Jahresausblick wurde gesenkt. Die Analysten der Erste Group werten die Zahlen in einer ersten Reaktion negativ. Sie haben zwar eine Gewinnwarnung erwartet, das Ausmaß der Prognosesenkung war aber deutlich stärker als erwartet.

BAWAG-Aktien rutschten nach Meldung von Zahlen zeitweise ins Minus, konnten sich bis Handelsende aber knapp ins Plus vorarbeiten und schlossen 0,6 Prozent fester. Das Bankhaus hat im ersten Halbjahr 2026 mehr eingenommen und mehr Gewinn erzielt. Den Analysten der Erste Group zufolge haben die Zahlen die Erwartungen übertroffen. Noch deutlicher nach oben ging es mit den anderen Bankwerten: Erste Group und RBI fanden sich mit Gewinnen von um die 3 Prozent unter den größten ATX-Gewinnern.

Das bestimmende Thema an der Börse dürfte nun vorerst weiter der Iran-Konflikt bleiben. Hier gab es zuletzt gemischte Signale: Während die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten andauern, bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe.

Mit Spannung erwartet werden an den Märkten auch die im Wochenverlauf anstehenden Quartalszahlen einiger wichtiger US-Konzerne. Auf dem Kalender steht etwa die Ergebnispräsentation der Google-Mutter Alphabet. Impulse könnte schließlich auch der am Donnerstag anstehende Leitzinsentscheid der EZB liefern. Ein Zinsschritt wird zwar nicht erwartet, Börsianer hoffen aber auf Hinweise darauf, ob es bei der Sitzung im September eine Zinserhöhung geben wird.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER

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