Europas Leitbörsen ohne klare Richtung

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Euro-Stoxx-50 minus 0,18 % - Nvidia-Zahlen unterstützen Chipwerte
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Der starke Ausblick des kalifornischen KI-Taktgebers Nvidia hat am Donnerstag auch die Kurse im europäischen Halbleitersektor angetrieben. Der Gesamtmarkt verweilte allerdings vor dem am Nachmittag startenden Notenbanktreffen in Jackson Hole mit einer abwartenden Tendenz.

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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 fiel zu Mittag um 0,18 Prozent auf 6.460 Punkte. In Frankfurt verbesserte sich der DAX leicht um 0,32 Prozent auf 26.366 Einheiten. Außerhalb des Euroraums büßte der Schweizer Leitindex SMI 0,8 Prozent ein auf 14.421 Punkte. Der britische FTSE 100 verlor ein 0,47 Prozent auf 10.827 Punkte.

Der Stoxx Europe 600 Technology schaffte es auch mit bis zu 1,8 Prozent Plus nicht, den marktbreiten Stoxx Europe 600 voranzubringen. "Nvidia hat geliefert und schaltet noch einmal einen Gang hoch", schrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar von Robomarkets. "Aber die Musik spielt jetzt in Jackson Hole. Das Symposium der US-Notenbank ist oft eine Bühne für wichtige geldpolitische Signale."

Entsprechend gespannt sind die Anleger und wagen sich nicht weit aus der Deckung, zumal Fed-Chef Kevin Warsh erst am Freitag seine Rede halten wird. "Und die Ausgangslage könnte spannender kaum sein", so Molnar. Denn der PCE-Deflator als für die Amerikaner maßgebliches Inflations-Barometer habe erst tags zuvor deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed gelegen. "Für eine Zinserhöhung im September stehen die Chancen weiterhin fast unentschieden - die Entscheidung bleibt damit völlig offen."

So fielen nur Halbleiterwerte im Sog nachbörslicher Nvidia-Kursgewinne positiv auf. STMicro, Infineon, ASM International und ASML legten klar zu. Begünstigt wurde der Branchentrend zudem vom US-Softwarekonzern Salesforce, die mit ihrer KI-Strategie vorankommen. Hierfür gab es nachbörslich zweistellige Kursgewinne als Belohnung.

Unter Druck stand vor allem der Nahrungsmittel- und Getränkesektor aufgrund schwacher Aussichten von Pernod Ricard. Analyst Pierre Tegner von der Investmentbank Oddo BHF wies nach der Jahresbilanz des Spirituosenkonzerns vor allem auf den mauen Ausblick für das Geschäftsjahr 2027 hin. Zudem peile das Management für das Wachstum bis 2029 nun eher das untere Ende seiner Zielspanne zwischen 3 und 6 Prozent an. Der Ergebniskonsens dürfte sinken, so Tegner.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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